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Grundsätzliche Notizen zur Politik 20. November 2016

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Die Verantwortung für sich selbst ist Ausgangspunkt für Verantwortung für die Gesellschaft.
Was sollen die Paragraphen, wenn sie am Menschen vorbei geschrieben sind.
Politik muss ein Gewissen haben – als solche also eine Politik des Gewissens und nicht der Ideologien sein.
Politik ist der Umgang mit der Wirklichkeit der meisten Menschen – Wahrheit und Freiheit sind das Ziel und müssen es bleiben.
Solidarität mit den sogenannten Ungleichen ist unabdingbar.
Es geht immer um menschliche Wahrheiten.

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Radioprogramm des Senders Immerfroh aus Tirol 28. Oktober 2012

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Dada-Radioprogramm des Tarrola Senders Immerfroh:

6 Uhr: Grüß Göttin in Tirol – mit einer Sonderreportage: So bereiten Tirols Frauen das Frühstück für die Männer, Wetterbericht, gesponsert von der Tirol-Werbung. Musik von der Heimatgruppe: Ziga-zaga-Zechenkas. Satelliten-Schaltung zu Buddin in Sotschi: So sehr bin ich mit dem Karl befreundet.

8 Uhr: Handy-Online mit Gewinnspiel: TirolerInnen telefonieren sich zsamm, was sie zu Mittag kochen sollen. Pizza oder Kebap? Voting.

Dazwischen Psycho-Tipps: Was tun, wenn sich Männer und Freundinnen  in Widersprüche verwickeln? Bange Fragen über echte und unechte Überstunden und andere Sonderausfälle bei Ausritten.

Live-Einstiege: Hausmänner unter sich. Mit einem Beitrag aus dem Stammbeisl: Stets bereit zu neuen Taten mit der Burgl.

11 Uhr: Neues aus dem Landhaus – Hofberichterstattung, gesponsert von der Tiwag und der Hypo, abwechselnd. Sonder-Report: Mehr Kohle – der Wunschzettel der Parteien, Interviews mit den Vorsitzenden. Die Sendung ist gesponsert von den Agrargemeinschaften.

Live-Einstieg aus dem Innsbrucker Stadtsenat: Die Verwaltung und Regierung übersiedelt in den Pema-Turm, weil die Tété dort näher ist.

12 Uhr: Mittags-Rotzglocken – Die Heimkehr der Volksschüler, mit Spezial-Report und ExpertInnen-Runde: So hole ich mein Kind richtig vom Kindergarten ab. Voting: Mittagsschlaf oder nicht? Anrufen erlaubt.

Dazwischen Live-Einblendung von der Diskussion mit St.Rache: So vermittle ich auch Asylwerbern Heimatgefühl – Affichieren von Wahlplakaten, aber richtig, ehrlich.

13 Uhr: Ein Stünderl mit dem Obmann der Agrargemeinschaft Oberkurzstampfen und dem Präsidenten des Tarrola Gemeindeverbindens. Direktübertragung aus der Arena des Tiroler Landtages.

14 Uhr: Kurzgeschichte der preisgekrönten Autorin Moidl Hinterwaldner, gelesen von der Kultur-Landesrätin: Wer hat da hinten KUUUUUUUUUUUnigunde geflüstert?

Dazwischen: Musik-Einblendungen von der Blaskamm-Kapelle aus Nationalparkien. Gämsenmärsche und Pirschganglien der Tarrola Adler. Ein Schweigemarsch.

15 Uhr: Tiroler Kriminalromane – eine unendliche Geschichte über die Langeweile unter dem Herrgottswinkel.

16 Uhr: Aui aufs Beik, eini in die Alm: Die Nachmittags-Live-Sendung von der Alm, von und mit Hofrat Immerfrei-Immertermin. Mit Verlosung einer Sonderverkostung. Zu beantworten ist die Frage: Flüssiges Obst – in Maßen genossen: Gesund oder ungesund?

18 Uhr: Abendliches Waidwerk mit dem Landesjägermeister: Trinkscht oan, oder trinkscht koan? Anleitungen zum Schießen und Abgeschossen-Werden mit dem Tarrolla-Landeshäuptling und seinen Ministranten-Indianer-Rosarothäuten. Mit einem Sonderbeitrag: Saufen bis alle blau werden.

19 Uhr: Befehlsausgabe in den Redaktionen für den nächsten Tag. Freie Wahl der Termine für freie Mitarbeiter unter dem Motto: Du muascht, der Chef hot gmoant, mir solltn und dürfn dürfn miar dös a.

Musik aus der Medienorgel, einer Sonderanfertigung aus der Werkstatt der Marketing- und PR-Fachleute in Korruptistan.

20 Uhr: Direktübertragung aus der Tiwag mit Blätterrauschen um die Talbäche samt einem Erlebnisbericht vom Radlschiabn quer durch Amerika im Sinne der Cross-Border-Magnaten aus Delaware.

Diskussion mit anschließendem gleichzeitigen Umtrunk aus mehreren Spezial-Abfüllungen von Weinen und anderen Menschen. Thema: Wieviel koschtet a Glasl?

22 Uhr: Nachtprogramm mit Springinsbild, moderiert aus dem Glashaus Grassovski: „Steine werfen nur die anderen, wir leben in Ruhe unser Glück“. Eine Adabeigewesen-Sendung für Anspruchslose.

0 Uhr bis 6 Uhr: Nachtprogramm mit einer Unendlichschleife von Melodien von Hansi H., inklusive Indiskretionen aus der Zentrum der Macht: Sekretärinnen erzählen ihre Lebensgeschichten – Manchmal wars fein, manchmal nit. Aber alleweil spendabel.

Ab zwei Uhr: Russische Milliardärinnen schildern ihr höchstes Erlebnis unter dem Motto: Bergverführer in den Dreitausender-Liften.

Stündliches Abspielen der Lieder: Tirol isch lei oans und Du bischt dös Lond, dem i die Treie holte, gesungen von Ditschi Lautstark im Ötzidorf.

Zu einigen dieser Fragen und keinen Antworten – in Tirol 4. April 2012

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Zu einigen dieser Fragen und keinen Antworten.

von Winfried Werner Linde

 

Auch wenn ihr euch nun

verschämter denn je,

in die Bannmeile der Ausflüchte

zurückzieht,

dort wo die Macht korrumpiert,

die Tatsachen zu Ausreden mutieren,

Tirol bleibt unser,

ein Gastland der Menschlichkeit,

in dem das Gesetz des Verstehens gilt.

während die  Unsäglichkeit

des Unverständnisses

in den Abgrund der Verneinung

der Menschlichkeit führt,

weil  viel zu viele schweigen,

wenn gegen Menschen gehetzt wird.

Ich mag nicht mehr schweigen,

weil ich mich wundere,

dass ich so lange geschwiegen habe.

Geschwiegen aus der beschämenden Erkenntnis,

einmal Teil des Systems gewesen zu sein,

nachdem ich Jahre vorher dies immer verweigerte,

zu diesem System zu gehören

oder anderen Zwängen,

geschwiegen aus der Erkenntnis,

dass noch immer gesagt werden muss,

was nicht gesprochen wird,

geschwiegen,

weil Angst gegenwärtig war,

weil man sich zu groß sieht,

wenn man von klein auf klein war.

Man kann immer aufbrechen,

sagen: Das war’s,

das war’s für mich,

man kann immer aufbrechen,

sagen: Was einmal Meinung war,

das setzt sich nicht mehr fort.

Man kann immer aufbrechen,

zur Menschlichkeit,

zur bisher verleugneten,

nicht aber zu jener der Verlogenen,

nicht aber zu jener der Feigen,

nicht aber zu jener von denen,

die Menschlichkeit als Wort

viel zu häufig missbrauchen,

weil sie ihr nicht leben.

Es ist genug

der Dummheit der Regierenden,

genug der Dummheit der Jagdgesellschaften,

der Abschreiber,

der Ewig-Gestrigen.

Genug der Dummheit der Mitmarschierer,

der Mitläufer,

der Werte-Entzieher des Volksvermögens.

Es ist genug der missbrauchten Macht.

Ich brauche keine Namen zu nennen,

weil jeder weiß,

der sich betroffen zu fühlen hat,

dass die Stunde des Erwachens gekommen ist,

des Aufgerüttelt-Werdens,

die Stunde der Absager an die Absahner.

Wenn einer aufsteht und sagt:

Wir sind Tirol,

dann ist es Zeit aufzustehen,

leise und immer lauter

anzumerken: Wir auch.

Wir sind Tirol.

Zu lange geschwiegen, ja,

zu lange feige gewesen,

zu lange nicht

von Angesicht zu Angesicht gesprochen:

Mir reicht’s.

Doch jetzt ist wieder die Zeit geworden,

aufzustehen,

nicht zu schweigen,

den aufrechten Gang zu leben

und nicht mitzumarschieren

in den dicht geschlossenen Reihen der Mitläufer.

Nicht zu schweigen,

zu lange geschwiegen. Zu lange.

Streuche 29. Dezember 2009

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Die Partei der Streuche (damit klar ist, wer gemeint ist: Strache/Scheuch) rüstet für den Wahlkampf in Wien. Das wäre an und für sich nur ein lokales Nebengeräusch, auch wenn es sich um die Bundeshauptstadt und die Macht dort handelt. Der Ausgang der Wahl wird voraussichtlich, aller Hoffnung diverser Rechtsrechten zum Trotz, die Streuche auf jenes Maß reduzieren, das ihnen gebührt – in die Bedeutungslosigkeit, die der Belanglosigkeit ihrer Politik entspricht.

Das ist eine Hoffnung: Denn die Rückwärtsvorwärtsrückwärts-Strategie (soferne man bei der Hilflosigkeit mancher Exponenten dieser farblosen Politik von einer solchen, Strategie nämlich, sprechen kann) wird nur noch von der Unmenschlichkeit diverser Ausgrenzungen und Rassismen übertroffen, die sich niederträchtig hinter einer Sozialtümelei verbergen, die wiederum ihrerseits ebenfalls nur eine neue Klassen- und Kastengesellschaft schafft.

Beispiele gibt es genug: Was soll in einer Zeit, in der es Massenarbeitslosigkeit gibt, eine Diskussion über Minarette? Was soll in einer Zeit, in der die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, in der Hunderttausende von Menschen um ihre Arbeitsplätze bangen, ein Randthema wie Burkas? Diese sind zwar zweifellos ein Ausdruck der Unterdrückung der Frauen, aber die Streuche dieser Zeit thematisieren natürlich damit nur nicht vorhandene Parallelgesellschaften. Ihr Streuche: Bei Gott, wir haben ganz andere Sorgen.

Es gibt Massen-Armut, Massen-Arbeitslosigkeit, die Nachwirkungen einer Krise, die in eine neue münden, die noch mehr Elend über die Massen bringen wird. Von den sozialen Unterschieden in den Einkommen ganz zu schweigen ebenso von der schrankenlosen Wirtschaftsliberalität.

Dabei sind die Streuche selbst gerade eine solche Parallelität, wie oben erwähnt, geworden: FPBZÖ sind zwei Parallelparteien, die sich nur darin unterscheiden, dass einer der Führer einen Massenvorrat an Haargel haben muss und ansonsten nur lauthals gegen alles, was anders als teutschdümmelnd ist, wettert. Und politische Randthemen zu Dauerbrennern von  der blauen und orangen Randgruppen, aus deren Ecken es braun leuchtet (Affäre Graf u.a.) macht.

Und das ist nicht rhetorische Ausgrenzung, sondern politische Tatsache in Österreich.

Der andere, eben gerade aus Kärnten nach Wien emigriert, mokiert sich über Migration und anderes – als ob die Welt nur aus dem Wörthersee und dem Haider-Denkmal bestünde und aus dem von den FPBZÖ-„Politikern“ politisch zu verantwortenden Hypo-Alpe-Adria-Milliarden-Skandal auf SteuerzahlerInnen-Kosten.  

Die Zeit ist gekommen, dass sich die jungen Menschen, die angeblich in Scharen die Streuche wählen, darauf besinnen, dass sie selbst denken und individuell handeln sollen und nicht den Maulhelden Tür und Tor für eine Machtübernahme öffnen, die das Ewiggestrige zum Maß der Zukunftsdinge, also der ihren, macht.

Wohl gemerkt: Es gibt auch Ausnahmen in dieser neuen Streuch-Gruppe, sehr positive Ausnahmen, die sich schon längst von dieser Art der Politik verabschiedet haben.

Diese jungen Menschen fühlen Heimatbewusstsein, Mensch-Sein in der Gemeinschaft, die sozial ist, fühlen sich verantwortlich für Familie und Zukunft der Wirtschaft, sind fleißig und pochen berechtigt auf das Recht, dass man ihnen eine Zukunft schafft, in der sie nicht auch als Randgruppe in einer sektenartigen rechten Bewegung dahin vegetieren müssen – ohne Chance auf Mitbestimmung, weil sämtliche Futtertröge von der Führer-Hierarchie der Streuche bereits überbelegt sind.

Noch einmal: Es gibt also auch die positiven Menschen, die wegen des Versagens der anderen Parteien und der Extrem-Positionen der Grünen in die geschlossenen Reihen der nicht ganz dichten Rechten getrieben werden und wurden.

Das Jahrzehnt der Phrasen und der als neu bezeichneten Uralt-Positionen geht zu Ende. 2011 beginnt ein neues Jahrzehnt. Im Jahr 2010 müssen die Weichen für eine andere Politik, die dann beginnen muss, gestellt werden.

Und das schon in Wien bei den kommenden Wahlen und in allen demokratischen Bereichen, in denen Menschen guten Willens aktiv sind.

Haargel-Rappern und anderen Banalschwätzern sowie beharrlich illuminierten, aber keineswegs ständig geistig erleuchteten Streuches und deren Trabanten ohne Tiefgang zum Trotz.

Winfried Werner Linde, 29.12.2009