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Die Kultur- und Geschichtsvernichtung in Tirol – Randnotizen 30. September 2012

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Jenseits der Erinnerung – das Vergessen. Die Kulturvernichter in Tirol gehen um.

Das Abriss der Bahnhöfe in Patsch und der Bahnwärterhäuser, die seit 1867 standen, wirft nicht nur ein schräges Licht auf den Denkmalschutz und die Tatsache, wie leicht es für die ÖBB als Staatsbetrieb ist, Kultur- und vor allem Geschichtsgut zu vernichten.

Die Bahnhöfe waren Teil der Bahn- und vor allem der Sozialgeschichte Tirols, am Brennpunkt des Verkehrs zwischen Nord und Süd, als noch niemand daran dachte, dass da irgendwann eine Autobahn durch das Wipptal führt.

Aber wen kümmert schon die Sozialgeschichte des Lebens der Eisenbahner seit bald 150 Jahren, noch dazu in Tirol, wo jeder wusste, dass die Eisenbahner sozialistisch wählen und als Nebenerwerbsbauern für die Großbauern, die angeblichen, höchstens Handlanger und Fuhrkühe-Einsteller über den Winter waren und schon gar nicht als Mitglieder des von Gott gesandten Bauernbundes in Frage kamen.

Dieses Denken hat sich nicht geändert. Die Mächtigen haben es sich immer gerichtet, die Kultur und das Miteinander der an den steilen Abhängen der Brennerbahn als Nebenserwerbsbauern sich schindenden Bahnarbeiter interessierte die, die sich das Land aufteilten und die Macht in diesem, immer schon, nicht.

Also: Der Abriss ist vollzogen, die ehemalig bewirtschafteten Hänge entlang der Bahn verwalden.

Wieviel Schweiß im Boden ist – ach ja, das war einmal, als es noch keine Maschinen gab. Doch diese hätten sich die Bahneler, die Kleinhäusler, wie sie bezeichnet wurden, eh nicht leisten können.

So blieb nicht mehr von den Häusern rund um den Patscher Bahnhof, außer ein paar Erinnerungsfotos. –

EIN PAAR ERINNERUNGEN

Der Abriss des alten Bahnhofes aus dem Jahr 1867 weckt allerdings auch Erinnerungen daran, wie das Land Tirol mit seiner Geschichte umgeht und wie fatal verlogen die jährlichen Defilierungen bei und mit den Schützen sind, deren sich die Regierenden befleißigen, wenn sie nicht gerade anderweitig mit Repräsentationen beschäftigt sind.

Zwischen dem Ort Patsch und Schönberg führt jener Weg, den auch Josef Speckbacher anno 1809 nahm, als er zu Andreas Hofer in den Domanig-Hof ging. Zu strategischen Besprechungen.

Über 100 Jahre führte auch eine Wallfahrt von Patsch über diesen Weg nach Schönberg und Mieders und von dort zum Wallfahrtsort Maria Waldrast. Jährlich einmal. Aber auch das- dem Vergessen anheim gefallen.

Überhaupt: Der Domanig im Schönberg hat ein merkwürdiges Schicksal. Er wurde auch abgerissen, an seiner Stelle ein Veranstaltungssaal u.a. gebaut. Vorher allerdings musste man die letzte Besitzerin, eine über 80 Jahre alte Frau, die nicht von Haus und Hof weichen wollte, hinausexekutieren, mit fadenscheinigen Gründen, ohne Hilfe der Obrigkeiten, die sonst mit Geldspritzen sofort bei der Hand sind. Ach ja, die Brennerautobahn, die Agrargemeinschaft als Eigentümerin der Flächen der Mautstelle und die jährlichen Millionen, die da fließen – das alles nicht zu vergessen.

Wie heißt das neue Nationallied, vervielfältigt von der ÖVP: Du bist das Land, dem ich die Treue halte, weil du so schön bist, mein Tirolerland.

Verlogener geht’s nicht. Mit Tränen in den Augen und der Hand dort, wo sonst das Herz ist, singen es die Kulturvernichter mit und einigen gehen dabei sicher ehrliche Emotionen hoch, aber die Fakten bleiben trotzdem.

Ach ja, die Bauernbündler haben dazu geschwiegen, trotz christlich, trotz christlich sozial, trotz Sonntagsmessen-Kniebeugen, trotz Fahnentragen (und ich meine nicht die aus dem Mund nach dem Schnapstrinken von der Marketenderin).

Ja, der Domanig. Auch so ein Schicksal. Lange her schon, aber halt immer noch in der Erinnerung, besonders dann, wenn es um die Geschichte Tirols geht.

Derzeit wird ja viel darüber diskutiert, ob man in Innsbruck die so genannte Ferrariwiese mit Müll auffüllen könnte. So, als würde die Vernichtung des Padastertales durch die Brennerbasis-Tunnel-Gesellschaft noch nicht genügen.

Das darf und soll nicht stattfinden. Die Ferrariwiese oberhalb von Innsbruck muss so bleiben, wie sie ist.

Denn um sie herum wurde schon zuviel, vor allem durch den Autobahnbau vernichtet. Die Kräutergärten des August Ammann, einer Legende – weg. Vom Gasthof Husslhof ganz zu schweigen – auch in der Nähe, einmal gewesen. Na ja, der Verkehr holt sich halt seine Opfer, auch in den Relikten der Geschichte.

Die Ferrariwiese, einstmals auch Ferrarigletscher genannt, weil dort fast ganz Innsbruck die ersten Skischwünge in den leichten Hang zauberte, schließt an den ehemaligen Gasthof Sonnenburgerhof an, der zu einem Wohnhaus wurde. Den Namen hat der Sonnenburgerhof vom Gericht Sonnenburg.

Jetzt zitiere ich aus  www.schuetzen.at

Der Name „Sonnenburg“ 1267 Suneburch, 1319 Suonenburch, 1321 Sunnburch ist nach Prof. Dr. K Karl Finsterwalder, Innsbruck, eine Ablei­tung aus dem Altdeutschen „Suona“ = Gericht. Zum Landgerichtsbezirk Sonnenburg gehörten mehrere Niedergerichte, und zwar das Gericht Axams (Gemeinden Birgitz, Axams, Grinzens, Rothenbrunn und Gries im Sellrain), das Gericht Stubai (für die ganzen Talgemeinden), das Propsteigericht Ambras (Gemeinden Amras,Pradl, Aldrans, Ellbögen), das Stadtgericht Innsbruck und das Hofgericht Wilten (Gemeinden Wilten, St. Sigmund im Sellrain). Sitz des Landgerichtes Sonnenburg war zunächst die Sonnenburg (13. und 14. Jhdt.) südlich von Innsbruck an der Brennerstraße (heute befindet sich dort anstelle der Burgruine und des Burghügels die Autobahn, Auffahrt Innsbruck Süd), dann Schloß Vellenberg bei Götzens (15. bis 17. Jhdt.), später der Ansitz Ettnau in Hötting (18. Jhdt.) und zuletzt das Gerichtsgebäude in Wilten (1814 u. 1849).

Ach ja, zur Wiederholung: Anstelle des Burghügels befindet sich die Auffahrt der Autobahn Innsbruck Süd.

Von der Tiroler Geschichte, immerhin eine aus dem Hochmittelalter, als das Land im Gebirge heiß umkämpft war, blieb nichts mehr. Der Hügel samt der Reste wurde abgetragen. Der Sonnenburgerhof an der Brennerstraße – verschwunden, so als habe es das alles nicht gegeben.

Ein Land vernichtet seine Geschichte. Statt Grünland und Wanderungen durch die Erinnerungen – Verkehrsdämpfe und ständige, die Gesundheit gefährdende Überschreitung der Messwerte. Denn Gärberbach, wo gemessen wird, ist ja ganz in der Nähe.

Gleich neben der Sonnenburg: der Bergisel, der heilige Berg Tirols, wie er pathetisch genannt wird, der Heldenberg des Jahres 1809.

Heute ist dort ein Museum der Landesgeschichte und der Landesschießstand, wo schon die Heimatwehr und die Nazis ihre Wettbewerbe abhielten.

Gleich darüber die Bergisel-Schanze, bei deren Bau die Reste einer ursprünglich rätischen Siedlung entdeckt und gleich, nach einer Notgrabung und dem Retten von Fundstücken, in den Baumüll entsorgt würden. Um es zugespitzt und symbolisch zu sagen: Die Urzeiten Tirols landeten auf dem Müll.

Gegenüber, oberhalb des Paschberges und von Igls liegt der Goldbühel, der wohl älteste Opferplatz Europas, über 5000 Jahre alt und noch mehr. Dort gibt’s eine Erinnerungsausstellung. Geld für weitere Forschungen steht keines mehr zur Verfügung.

Folgt man der Autobahn Richtung Brenner kommt man vor der Europabrücke nach Patsch, wo man im Zuge des Autobahnbaues gleich die zum Goldbühel gehörenden Siedlungreste am Weiher (die Menschen siedelten damals an Gewässern) mit entsorgte.

Womit der Ausgangspunkt dieses Beitrages, Patsch, droben, oberhalb der Bahn, erreicht ist.

Es gibt noch viel zu sagen:

Von der Vernichtung des Gasthofes Eisenstecken in Matrei am Brenner, vom Verfall der ältesten Zollstation vor dem Brenner, dem Lueg samt Gasthaus – lauter geschichtsträchtige Objekte.

Aber geschichtsträchtig ist nicht gewinnträchtig.

Und Bahnarbeiter waren halt damals keine ÖVP-Wähler.

Aber ich höre auf. Es reicht.

Tirols Geschichte lebt. Trotz alledem.

Winfried Werner Linde

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Bahnhof Patsch – Fortsetzung Widerstand 12. Juli 2012

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Ergänzung zu Bahnhof Patsch darf nicht sterben. „zeitzünder“ vom 3.Juli 2012
Mittlerweile sind eine Reihe von Fragen auf Grund meiner Recherchen aufgetaucht:
1) Selbstverständlich war die Wasserversorgung immer da und zwar vom zur Gemeinde Patsch gehörenden Weiler Kehr aus. Diese Versorgung vom Bassin aus wurde gekappt (unterbrochen), warum? Das Bassin muss erhalten bleiben, der Feuerwehr wegen, die braucht ja genügend Wasser. War’s also Absicht, um die Bauten loszuwerden? Die Zubringerleitungen zu den Gebäuden sind noch intakt bzw, vorhanden.
2) Am Talboden unterhalb der beiden Gebäude befindet sich im Freiland der ÖBB eine Anlage für einen Bogenschieß-Verein. Die dort Aktiven haben die Wege entlang der Sill und zur Anlage aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wer hat die Erlaubnis erteilt? Und gibt es eine Änderung der Flächenwidmung von Freiland zu Sonderfläche im Freiland? Ich konnte eine solche nicht eruieren.
Dieser Zustand ist den ÖBB und der Gemeinde Recht. Rechtsbruch?
3) Um die Gebäude abzureißen, muss die Gemeinde Patsch einen Abbruchbescheid auf Antrag der ÖBB erlassen. Gegen diesen kann man Einspruch erheben. Die Chance lebt, der Abbruch der Gebäude ist also noch lange nicht gegessen. Sollte es still und heimlich doch geschehen, dann ist das Amtsmissbrauch und Gesetzesbruch und eine Fall für die Gerichte. Und das wünsche ich den Verantwortlichen der ÖBB und der Gemeinde Patsch wahrhaftig nicht.
Winfried Werner Linde

Widerstand gegen Abbruch der Bahnhöfe in Patsch 3. Juli 2012

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Die Aufhebung des Denkmalschutzes für die Bahnhöfe in Patsch wird von mir nicht hingenommen.

Zur Kenntnis einen Einspruch gegen den Bescheid des BDA. Außerdem habe ich an die Unesco einen Antrag auf Aufnahme der Region um die Bahnhöfe inklusive Gebäude, Wege u.a. gestellt.

Zur Info das Mail an das Bundesdenkmalamt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus den Medien habe ich entnommen, dass der Denkmalschutz für die Bahnhöfe Patsch von Ihrer Seite aufgehoben wurde.

Dagegen erhebe ich als Bürger der Republik Österreich

Einspruch, in eventu Berufung.

Die Aufhebung des Denkmalschutzes beruht offensichtlich auf falschen Informationen durch die ÖBB und die Gemeinde Patsch.

Der Sachverhalt meiner Begründung in Kürze und ich teile mit, dass ich bei der Unesco einen Antrag auf Aufnahme dieser Region, der Gebäude, Wege und der Landschaft in das Europäische Kulturerbe eingebracht habe.

Begründung:

1) Das Bahnhofs-Gebiet an der Brenner-Eisenbahnstrecke in Patsch umfasst zwei Bauten. Einerseits ist es der Bahnhof aus dem Jahre 1867, der Eröffnung der Brenner-Eisenbahn und andererseits der neue Bahnhof, knapp 400 Meter weiter südlich, aus dem Jahre 1911. Beides sind Architektur-Relikte aus der Gründerzeit der Bahn und der Verkehrsgeschichte des Alpenraumes und beide haben keine vergleichbare Bau-Art entlang der Brennerstrecke. Die noch existierenden Bahnhöfe haben weder die Geschichte der Bauten noch die Architektur gemeinsam und schon gar nicht die Bau-Weise. Die beiden Gebäude sind also einzigartig und – trotz einiger Schäden, die durch die lange Zeit der Stillegung des Bahnhofes aus Personalkosten-Gründen durch die Bahn entstanden sind – in einem hervorragenden baulichen Zustand.

2) Am Bahnhof aus dem Jahre 1867 vorbei führt ein traditioneller Weg von Patsch nach Schönberg. Besonders historisch bedeutsam, weil auf diesem Weg die Anführer der Tiroler Freiheitskämpfer von 1809 von Patsch („Bärenwirt“) nach Schönberg (Domanig) gingen, um ihre Nachrichten auszutauschen. Dieser Weg könnte als Wanderweg von Patsch nach Schönberg, nach der Wiedererrichtung einer kleinen Sill-Brücke, die abgerissen wurde (angeblich aus Sicherheitsgründen) als eine Art von einzigartigem Freiheits- und Friedensweg wieder aktiviert werden.

Dazu kommt nämlich auch noch die Tatsache, dass auf diesem Weg auch die historischen Wallfahrten von Patsch und den anliegenden Weilern nach Maria Waldrast über Schönberg in das Gebiet von Matrei am Brenner stattfinden. Oberhalb von Patsch liegt der Wallfahrtsort Heiligwasser und unterhalb, an der alten Römerstraße, einer der ältesten Fundorte für rätische (Briaunen-)Kultur, der Goldbühel (Goldbichl). Alles in allem: Eine Region mit einzigartigen historischen Qualitäten.

3) Die Bahnhofsgebäude könnten als kleines Sozial- und europageschichtliches Museum adaptiert werden. Die Wasserzubringer-Leitungen existieren noch.

4) Der alte Bahnhof aus dem Jahre 1867 diente Jahrzehnte lang auch als Wohnungs-Raum für Bahnbedienstete, die auch Nebenerwerbsbauern waren und für die Landschaftspflege unabdingbar gewesen sind. Die Böschungen wurden durch die Bewirtschaftung vor der Verkarstung geschützt.

Eine kleine Bilddokumentation finden Sie unter der Facebookseite Https://facebook.com/BahnhofPatsch

 

Ich stelle daher den Antrag, die Gebäude wieder unter Denkmalschutz zu stellen und ihren Bescheid der Aufhebung zu revidieren.

Mit freundlichen Grüßen

Winfried Werner Linde

Historische Gebäude an der Brennerbahn in Gefahr! 24. Mai 2012

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Eingangsfassade des Alten Bahnhofes in Patsch aus dem Jahre 1867

Bahnhof aus dem Jahr 1867, später als Wohnhaus für ÖBB-Bedienstete und Eisenbahn-Arbeiter, Teil der Sozialgeschichte Tirols

https://www.facebook.com/BahnhofPatsch

Die oben stehenden Bilder und der Link zu Facebook führen zu einer außergewöhnlichen Geschichte: Die Österreichischen Bundesbahnen und vor allem die Gemeinde Patsch, ein Dorf nächst Innsbruck, wollen den Denkmalschutz für die beiden Bahnhofsgebäude an der Bennerbahn aus dem Jahre 1867 (dem Jahr der Eröffnung dieser zu allen Zeiten wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Österreich und Italien über den Brenner) und das Gebäude des neuen Bahnhofes aus dem Jahre 1910 aufheben und die Gebäude schleifen lassen.

Die Verantwortlichen vergessen dabei, dass es sich um ein Stück europäischer Verkehrsgeschichte, um einen wichtigen Teil der Architektur-Geschichte des Alpenraumes in Europa und insbesondere der Eisenbahnen Europas und, nicht zuletzt, um einen Teil der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte handelt. All das würde durch einen Abbruch dieser Gebäude für alle Zeiten verloren gehen.

Seit 1867 taten dort Menschen ihre Arbeit, bewirtschafteten die kargen Hänge entlang der Bahn, hielten sich Haustiere und sorgten damit für die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft, für die sonst die Verkarstung und Überwucherung droht.

Die Bauwerke entlang der Brennerbahn, darunter Unzählige Bahnwärterhäuser, in denen Familien über die Jahrzehnte wohnten und Generationen ihre Kindheit wie auch ihr ganzes Leben verbrachten, wurden ohnedies schon teilweise dem Erdboden gleich gemacht.

Nun droht dieses Schicksal den beiden historischen Gebäuden des Bahnhofes Patsch. Der alte Bahnhof war nach dem Bau des neues Bahnhofes ein Personalhaus, in dem mindestens sechs Familien Unterkunft fanden. Alltägliches, Freude, harte Arbeit, karger Lohn, Überlebenskampf und immer wieder das Aufstehen gegen die Macht des Schicksals und die Zerstörung sowie die wirtschaftlichen Krisen und die Armut, die die Kriege seit 1867 mit sich brachten, kennzeichnen auch das Schicksal der Menschen und die Geschichte der Bahn, die das alte Tirol zwischen Kufstein, Lienz (Osttirol) und Bozen (Südtirol) verband.

Wasserleitungen wurden bereits gekappt, um nun die Ausrede zu haben, dass die Gebäude keine Wasserzufuhr haben. Eine ungeheure Desinformation, denn in den Gebäuden gab es immer Wasser, das von Quellfassungen stammte, deren Wasserrechte auch die ÖBB hatten.

Ein Detail am Rande: Am alten Bahnhof vorbei führte der historische Weg aus dem Jahre 1809, den die Tiroler Bauern im Rahmen des Aufstandes gegen Napoleon benützten und der dann ein jährlicher Wallfahrtsweg auf der Strecke von Patsch-Dorf über den Weiler Kehr und Schönberg auf der gegenüber liegenden Talseite nach Maria Waldrast führte.

Die Gebäude gehören saniert und als Ausstellungs- und Kulturräume für die Präsentation der Geschichte der Brennerbahn präsentiert. Zum Bahnhof Patsch könnten zu diesem Zwecke leicht Sonderzüge mit historischen Waggons führen (es gibt mehrer Geleise dort, darunter auch ein Abstellgleis).

Ein Projekt ist in Ausarbeitung.

Jetzt aber muss der drohende Abbruch verhindert werden.

Eine Unterstützung ist möglich, durch Mails an mich persönlich (wwlinde@gmail.com) und durch einen Gefällt mir Klick auf der Facebook-Seite

Ich bitte um Unterstützung. Nicht nur Fans der Bahn. Alle, denen das Stück Kulturgeschichte der Europa-Bahnen etwas bedeutet, sind herzlich gebeten.

Ihr

Winfried Werner Linde