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Wider die Unfreiheit und die Phrasen der Rechten 16. August 2015

Posted by wwlinde in Europapolitik.
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Es ist Sonntag.
Ich verschnaufe im Freien, es ist angenehm kühl geworden.
Ein ganz normaler Sommertag.
Da reißt mich ein Plakat aus den Gedanken, eine plakative Schlagzeile, ja.
Die FPÖ fordert, zum wievielten Male eigentlich, den Stopp des Zuzuges von Ausländern.
Ich schließe die Augen.
Es tauchen Melodien auf, aus den Opernhäusern Österreichs, gesungen von Sängerinnen und Sängern, die aus dem „Ausland“ zuwanderten. Wunderbare Abende habe ich erlebt, in Innsbruck, im Landestheater, bei den Festwochen der Alten Musik oder in Erl bei den grandiosen Wagner-Aufführungen bei den Tiroler Festspielen von Gustav Kuhn. Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker, Regisseurinnen und Regisseure aus aller Welt.
Sie sind es, die das Land bereichern. Um die Kultur der Welt, um die Sprachenvielfalt, um das Lebens als solches, das man Kunst nennt.
Es tauchen Ballett-Aufführungen auf, mit dem Tanztheater des Tiroler Landestheaters, faszinierende Ereignisse, wunderbare Interpretationen von zutiefst menschlichen Empfindungen, zwischen Liebe und Verachtung, zwischen Inferno und Ekstase.
Die meisten von den Künstlerinnen und Künstlern kommen aus aller Welten Länder.
Stopp dem Zuzug von Ausländern?
Zurück zum Nationalismus in der Kunst?
Wie dumm diese Straches und Kickls und wie sie alle heißen, diese Kleingeister des Neides und des Nicht-Begreifens doch sind.
Den Menschen die Freiheit.
Den Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt Dank für die Erlebnisse und die Erkenntnis, dass die ganze Welt Bühne ist.
Klar: Da gibt es das Grauen Macbeth’s und die Raserei in Carmen, die Verfolgung und Ermordung von Menschen, die scheiterten.
Aber die Kunst ist frei. Immer. Und die Menschen in dieser haben frei zu sein und nicht eingeengt werden, durch die Dummheit und Hohlheit von Phrasen und den Hass, der ihnen inne wohnt.
Die ganze Welt ist Bühne, schrieb Shakespeare. Und alle Männer und Frauen spielen ihre Rollen.
Die Typen wie Strache sind die Intriganten, die Zerstörer, die mutlos machen.
Künstlerinnen und Künstler! Menschen im Theater!
Steht auf!
Macht dem Wahnwitz ein Ende.
Es lebe die Freiheit aller Menschen, die Gleichheit aller Brüder und Schwestern!
Nicht nur in der Kunst.
Diese ist nur ein Beispiel, wie eine Gesellschaft des Geistes und der Friedfertigkeit funktionieren könnte.
Winfried Werner Linde

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Uni-Wissenschaft und die Europaregion als Lösung für die Sezessions-Bestrebungen in Europa 20. Januar 2015

Posted by wwlinde in Europapolitik, Europaregionen SElbstbestimmungsrecht.
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Sind Europa-Regionen eine Lösung für die Bestrebungen, dass sich immer mehr Provinzen und Landesteile von den Nationalstaaten loslösen wollen?

Das war eine der Grundfragen eines Symposiums der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Innsbrucker Universität, zu dem Organisator Prof. Peter Hilpold eine Reihe von internationalen Experten aus dem Bereich des Europa- und Völkerrechts geladen hatte.

Derzeit zieht sich zwischen Schottland und Spanien in Europa ein Bogen von Selbstständigkeitsbestrebungen. Beispiele: Die Loslösung Schottlands vom Vereinigten Königreich, des Baskenlandes und von Katalonien in Spanien soll durch Volksentscheidungen erzwungen werden.

Auch die Diskussionen über die Südtirol-Frage, die Selbstbestimmung und die Frage der Rückkehr des seit 1919 zu Italien gehörenden Teiles von Tirol bildeten den Hintergrund der Referate. Der Autonomie-Status Südtirols, seit der Streitbeilegungs-Erklärung zwischen Italien und Österreich im Jahre 1992 könnte ein Modell für alle Staaten und Provinzen in Europa sein, in denen sich die politischen Exponenten auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker berufen.

Volksabstimmungen würden aber gleichzeitig zur Aufhebung der bestehenden Verträge und Grenzen führen und eine neue Zersplitterung in einem vereinten Europa führen. Das würde zu einem Widerspruch zum Friedensprojekt EU und auch den Intentionen des Europarates widersprechen.

Unter der Leitung des Rektors der Universität Bozen, Walter Lorenz, diskutierten die in Rom lehrende Rechtswissenschaftlerin DDr. Ulrike Haider-Quercia, die Südtiroler Landtagsabgeordneten Sven Knoll, Allesandro Urzi und Pius Leitner sowie der Südtiroler Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher darüber, ob die Südtirol-Autonomie als internationales Referenz-Modell dienen könne. Und ob die Südtiroler Errungenschaften der internationalen Absicherung dienen könnten und als allgemeines Beispiel dienen können.

Landeshauptmann Kompatscher zog für tirolimbild.TV eine Bilanz und bezeichnete die Europaregion als ein Zukunftsmodell für die friedliche und auch politische Lösung von Minderheiten- und ethnischen Konflikten.

WWL -Vorbericht
Näheres in Kürze auf tirolimbild.tv