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Schwarmintelligenz oder die Macht der Masse 30. März 2017

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Schwarmintelligenz oder Die Dummheit der Masse

Die Modebegriffe wie Schwarmintelligenz sind eine typische Erfindung der so genannten Daten-Gesellschaft in den sozialen Medien. Demokratische Entscheidungen dürfen nicht im Internet fallen, sondern bei freien und demokratischen Wahlen. Twitter oder Facebook sind dafür nicht geeignet.
Die Masse eliminiert das Individuelle und hat, wie die Geschichte über Schwärme lehrt, nicht Recht: Faschismus und Nationalsozialismus und der Ruf nach Todesstrafe und neuerdings Terror-Staaten wie jene der Taliban oder des IS sind Ausgeburten der Schwarmintelligenz.
Die Entscheidungen des Volkes im Rahmen der Demokratie brauchen nicht den Ruf nach Masse und Macht, sie brauchen immer noch das Wissen und die Individualität des Einzelnen und zwischen Platon und der griechischen Demokratie der Antike bis zur Gegenwart zieht sich ein weiter Bogen der Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft. Die Summe der vielen Meinungen ist zwar e i n Maß, aber letztlich entscheidet der Einzelne für sich und sein persönliches Umfeld.
Wir brauchen nicht Schwärme und nicht Schwärmerei, sondern die Kraft des Geistes eines Sokrates oder einer Bertha von Suttner, die in die Masse wirkt.
Vor mehreren Jahren gab es im Spiegel zum Thema Schwarmintelligenz einen Artikel mit dem Titel „Schwarmintelligenz – gemeinsam sind wir dümmer“.
Wenn wir Volksentscheidungen treffen, so müssen dies Vorschläge sein, die immer noch einzelne Menschen kraft ihres Denkens oder ihres Amtes erarbeiten. Für Innsbruck bedeutet dies: Die im Stadtrecht festgeschriebenen demokratischen Mittel sollten ausreichen. Volksbefragungen sind darin vorgesehen.
Ansonsten sind Wahlen Ausdruck der Intelligenz der Masse.
Wir sind ja keine Lemminge, die blindlings in Schwärmen den Abgrund suchen.
Oder doch?
Winfried Werner Linde

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