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Das darf nicht wahr sein! 20. November 2013

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Der obige Link wurde mir zugeschickt.
Wenn dies stimmt, was drinnen gezeigt wird – es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung – dann ist Herr Holub von den Kärtner Grünen reift, ja überreif für den Rücktritt.
Ich mag die FPK nicht, wie alle Rechten. Aber wenn das Video nicht gefälscht ist, dann ist auch die Staatsanwaltschaft gefordert, hier Ermittlungen aufzunehmen, zumal die Sachlage ja auch in den parlamentarischen Protokollen aufscheint (Rede des FPK-Mandatars).
Das hat mit Freiheit der Kunst nichts zu tun.
Das ist einfach widerwärtig.
Winfried Werner Linde

UPDATE:
20.11.2013 1715 Uhr
ES IST WEDER EINE FÄLSCHUNG NOCH EIN FAKE: (WWL)

Das Aber – oder ein Pogromwort. 8. November 2013

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Randbemerkung – aber wozu?

Ja, man hört es immer wieder, man liest es, man bekommt es gesagt:
Ich habe ja nix gegen die Juden, aber . . .
Ich habe ja nix gegen die Zuwanderer, aber . . .
Ich habe nichts gegen Roma und Sinti, aber . . .
Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber . . .
Ich habe ja nix gegen Bettler, die da irgendwo an der Ecke stehen, aber . . .
Auch nach Jahrzehnten des Wissens um das Grauen des Nazi-Regimes, hat das Schleimige nicht aufgehört, jener Schlatz des Grauens zu sein, das es ist.
Mit dem Wort „Aber“ ist noch immer die Vision von der Konzentrationslagern, der Vernichtung von Millionen Menschen verbunden, die verbrannten. Statt in den Öfen Brote zu backen, für die Hungernden, die Ausgemergelten, die Heimatlosen, die Geschundenen, gab es in ihnen Tod und Vernichtung.
Das Aber ist die geistige und politische Krise, die historisch-verbrämte Unschuldsbeteuerung, das Nicht-Wissen-Wollen.
Das Aber beinhaltet Wegschauen, Schweigen, Kopf senken – und damit das Zulassen der Unmenschlichkeit.
Egal, wo immer es auf der Welt passiert, dieses Aber: Zwischen Guantanamo und Mali, zwischen Palästina und den Flüchtlingsbooten im Mittelmeer, zwischen Jerusalem, Peking, New York oder Lampedusa – die Orte sind austauschbar, die Handlungsweisen nicht. Sie sind, überall, unmenschlich.
Wenn ein österreichischer Politiker der Blauen einen Nazi-Furz lässt, dann ist das ein Teil des Aber – aber eben nur ein Gestank, der unerträglich sein kann und es auch ist.
Wenn aber irgendwo, in den Städten, in denen Menschen wohnen, andere Menschen krepieren, hungern, erfrieren, eingepfercht werden in die Lager und Gulags, wenn die Freiheit stirbt und alle – fast alle – schauen zu und weg – dann ist die Pogromnacht und deren Vorläufer-Nächte und das, was dann geschah, in der Gegenwart da.
Kein Aber.
Nie wieder.
(Winfried Werner Linde, 9.11.2013)