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In Amt und Unwürden – Randbemerkung 2. Teil: Fairwell Vorwärts oder Aufrecht in die Mutloszeiten 26. Mai 2013

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Und da sitzen sie nun, in den Bänken, auf den Sitzen, eh klar, vor sich irgendwelche Unterlagen, die als Unterlage dienen, für den Ipod oder den sonstigen Technokram, der so unabdingbar geworden ist. Da sitzen sie nun, ein Quartett der Aufrechten.
Und können nicht vorwärts, weil sie nichts fairändern können, weil fair in dieser Gruppe der Vorwärtsigen nur ein guter Gag für eine Wortwertverballhornung ist, mit der man auf Plakaten das Volk fairarschen kann.
Und die Ahnfrauen, ein Ex-Landesrätin, die manchmal auch auf die Stimmenjagd geht, wenn sie nicht bei anderen Jagdgesellschaften ist und eine Innsbrucker Bürgermeisterin, die im Duo hoheitsvoll Tirol politisch fairgelben wollten, zürnen und zanken. Der Erfolg war grünschwarz und ein anderes Quartett aus ihren gelben Reihen als vorgesehen macht nun die fairänderte Politik – oder auch nicht.
Aber man hat ja noch ein Pixel-Trumpfas in der Rückhand und einen Geldgeber, der Rechnungen nur bezahlt hätte, wenn alles fairändert gewesen wäre. So steht es zumindest in den Gazetten, möglicherweise leicht fairzerrt und unfair, aber immerhin.
Fairwell Fairness, fairwell Wahlausgang – Geld kann möglicherweise alles fairändern.
Die Aufrechten sind das Quartett, das fairlassen ist, weil die Ahnfrauen und ein Geldgeber und Plakatemacher oder was immer sie fairlassen haben, wenn sie nicht . . . Verzichten, mindestens zwei, am Besten gleich alle.

Verzicht auf ein Mandat ist möglich, aber dem freien Mandat kann nichts fairordnet werden, wenn es fair zugeht. Und offene Rechnungen gibt es in der Politik eh so viele, dass die eine oder andere gar nicht so viel wahrgenommen wird. Weil die Zeit und deren Abläufe eh alles fairdecken.

Die Rede ist von Anna Hosp und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, den Ahnfrauen der Gelb-Bewegung bei den Tarrolla Landtagswahlen. Hosp hat ebenso wie die Bürgermeisterin einen Eid auf die Verfassung und das Wohl der Gemeinschaft abgelegt – das ist sowas wie ein Lebens- und Lehenseid (des Volkes) und unfairänderlich. Und in diesen Gelöbnissen steht das Wort Verfassung und in dieser wiederum das freie Mandat des Gewählten, die auf Grund der Reihung der Reihe nach unfairändert als gewählt gelten, kraft der Entscheidung des Volkes und nicht des Geldes, – unfairänderlich ist das. Außer es gibt einen Fairzicht und den kann man nicht erzwingen. Freiheit der Person und deren Entscheidung steht auch in der Verfassung, die keine gepixelte Fairfassung ist, sondern Recht und Gesetz und kein Wahlgag.

Raps blüht gelb. Die gelbe Landtags-Rhapsodie hingegen wird wohl so bleiben, wie sie ist und so klingen, wie bei der Vereidigung anlässlich der Konstituierung des Tiroler Landtages. Kurz und bündig und nichtssagend.
Den Ahnfrauen zum Trotz: Geld regiert – wenn es um Fairness geht – nicht die Welt.
Und ein politisches Vorwärts ist nicht dadurch zu erzwingen, dass man plötzlich Fairrechnungen stellt.
Tarroll ist nicht nur Jagd und Autorität. Tarroll ist des öfteren auch ein Land, indem der aufrechte Gang noch ausgeübt wird. Durch diesen hat man, in der Masse der Buckelnden, weiter einen Überblick über das, was Demokratie und Gemeinschaftssinn und eben Tarroll ist.
(wird fortgesetzt)

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