jump to navigation

Stars des Polit-Pop oder: It’s Bobo-Time 16. Mai 2013

Posted by wwlinde in Allgemeines.
Tags: , , , , , , , , ,
trackback

Stars des Polit-Pop oder: It’s Bobo-time
Keine Ahnung haben einige der neuen VolksvertreterInnen, die waren noch nie bei einer Sitzung und haben auch sonst nur wenig bis gar nichts mit Politik am Hut. Sie waren Mitläufer, ohne Mitdenker und Mit-Handler zu sein.

Angesichts einer solchen ersten Bilanz des künftigen Tiroler Landtages könnte man dem ÖVP-Bundeschef Spindelegger, Vizekanzler, Außenminister und Mitregent und seiner nicht minder farblosen Frau Fekter, Finanzministerin, im österreichischen Übernamen-Jargon auch Schotter-Mizzi genannt (was nichts mit Geld ist gleich Schotter, auch umgangssprachlich, sondern mit echtem Schotter der Familienfirma derer von Fekters zu tun hat), man könnte den Beiden also zurufen: It’s Bobo-time, also lasst den Sebastian Kurz ran, der hat was.

Stimmt. Star-Macher könnten aus Sebastian Kurz, Staatssekretär, ÖVP, und der Tiroler Grünen Ingrid Felipe Saint Hilaire, Landeshauptmannstellvertretermensch, weiblich, das Traumpaar der Austriakischen Polit-Show machen, die nicht mehr die Innen- oder Lokalpolitik-Seiten füllen, sondern die Adabei- und Pop-Sendungen der Seitenblicke und die TV-Shows. Statt Austrias next Topmodel einfach: Austrias next Polit-Chief.
Nix mehr Gel-St. Rache und dessen Kreuzzug gegen alles was recht, aber nicht Rechts ist, sondern Lächeln, gescheite Sätze sagen, ein bisschen popig wie Models aufmarschieren, mit viel Bourgoisie, sprich: Bürgerlichkeit, und viel Bohemien-Atmo, sprich: Wie eiskalt ist dies Händchen, gönn mir, dass ich es dir wärme.

Politik also, echt Bobo, zwischen Salzburger Festspiele-Flair, Netrebko und Beckham. Jedermanns Charme-Zauber in schwarzgrün oder grünschwarz.
Beim Parlament schaut eh keiner hin, weil die Stehsätze allesamt schon bekannt sind, aber bei einer echten Polit-Show, da steigen die Einschaltquoten. Nicht wie die derzeitigen Labereien mit den Diskussions-Runden, in denen Möchtegern-Analysten und ebensolche Polit-Protagonisten ihren Senf über den kalten Leberkäs streuen. Über den eh schon die Läuse gelaufen sind, die dem Volk über die Leber krabbeln, wenn sie an die ZIBs und eben die genannten Talks denken.

It’s Bobo-Time, 1. Akt, erste Show.
Gesangsauftritte statt Parlaments-Reden, Dirndl tragen und keine Fragen.
Einfach nur schön, jung, gefällig. Wie es euch gefällt.
Bobo eben. Manipulation inbegriffen.
Auf in die Sitzungen, Schampus einkühlen. Die Zeit des Nutten- und Prolo-Sprudels, auch Prosecco genannt, ist over und out.

Wir alle, das Volk genannt, wir schauen zu. Allerdings gibts da auch die Befürchtung, dass dies nicht mehr allzulange der Fall sein wird, – das Zuschauen.
Winfried Werner Linde

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: