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Alles, was rechts ist, das droht als Zukunft . . . 30. August 2012

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Die Zukunft droht. Wie nie zuvor in Österreich.

Die Stahlhelm-Fraktionen der rechten und selbsternannten Gerechten machen mobil: Die knallharten Kapitalismus-Anhänger in der ÖVP, die schon lange keine Volkspartei  mehr ist. Die Kellernazis und geistigen Nachfahren der Blutordensträger des Nationalsozialismus in der FPÖ, samt ihren populistischen Verhetzern, die vielleicht gar nicht erkennen, was sie tun. Und die Partei eines Milliardärs namens Stronach, gebürtiger Strohsack und Steirer, mit dem Europa- und Euro-Feind Frank-Stronach an der Spitze. In dessen Gefolge eine Reihe von Überläufern aus allen Parteien.

Einmal mehr wird man an Karl Kraus erinnert, wenn man Österreich denkt und Politik sagt: Die Ratten betreten das sinkende Schiff.

Letzteres ist noch nicht im Sinken, aber die vorher genannten Personen werden es schon dazu bringen.

So wie Schwarzblau das Zentrum von Korrupten war, die die Werte Österreichs verscherbelten (Deckname: Budget-Sanierung), so haben sich schon jetzt die Ausbeuter und Aasgeier versammelt. Diesmal unter dem Motto: Geld regiert die Welt und wir werden keine Richter brauchen, weil wir eh alles in der Hand haben.

Der Cartell-Verband, der Wirtschaftsbund, die Burschenschafter, die Geld-MAGNAten – sie sind ein einig Volk des Völkischen, einig in der Unterdrückung, einig in der Ausmerzung der Demokratie im Interesse der Macht, die sie sich selbstherrlich verleihen.

Schon jetzt sind aus dem Kern der VP, des CV, viele zur FPÖ übergelaufen, wie seinerzeit, als der Austrofaschismus der Wegbereiter für den Nationalsozialismus war. Damals war Armut und Arbeitslosigkeit und keiner konnte protestieren, weil die Sozialdemokraten in den Konzentrationslagern der Austrofaschisten hinter Stacheldrahtverhauen dahindarbten.

Doch davon spricht heute niemand mehr.

Über offen zur Schau und verbal getragenen Antisemitismus spricht  auch niemand. Es scheint wieder politisch opportun zu sein, Feindbilder zu kreieren.

Doch es sind nicht nur die jüdischen MitbürgerInnen, es sind diesmal einmal mehr auch die Sozialisten, die von den Scharfmachern in der Volkspartei in Einheit mit den Blaubraunen und den Stronachisten in die Ausgrenzung getrieben werden.

Und dass jetzt keiner kommt und behauptet, das sei eine irreale Vision: Es gibt Personen innerhalb der FP, die klar von einer künftigen Regierungsbeteiligung sprechen, mit der VP und die nunmehr, wie Strache, Scheingefechte mit  Stronach führen, um sich dort aber anzubiedern: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, so lautet eine alte Binsenweisheit. Bei Stronach versammeln sich derzeit, im Vorfeld der Parteigründung und Kandidatur, eine Fülle von Ex-FPlern, und nicht nur solche, die via BZÖ in die Milliardärs-Partei stoßen.

Allen ist eines immanent: Die Ausgrenzung der Sozialdemokratie, die Eliminierung der Solidarität, der Rassismus und Antisemitismus Marke Haider (Motto: Die US-Ostküsten-Exponenten des Zionismus sind an allen Krisen schuld). All diesen Tendenzen muss man seitens der Demokraten und Antifaschisten und im Namen der Menschenrechte klaren und eindeutigen Widerstand bieten – ohne Wenn und Aber.

Und keiner soll sagen: Es kommt ja eh nie dazu.

Der Moloch Faschismus samt dem weltweit agierenden Rassismus schwappt auch, Beispiel: US-Wahlkampf, in die Welt und damit auch nach Österreich. Dieses Ungeheuer, das aus dem noch fruchtbaren Schoß kriecht, um frei nach Brecht zu reden, ist dabei, seinen Rachen ganz weit zu öffnen.

Sicher: Noch ist die Demokratie nicht verschlungen. Aber dem Ungeheuer, das von rechts herandroht, gehört jetzt schon der Rachen gestopft – mit internationaler Solidarität und sozialer Gerechtigkeit. Und damit mit der Entmachtung des Kapitals und dessen Allmacht.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit – statt Xenophobie und Antisemitismus!

Venceremos.

Winfried Werner Linde, Innsbruck-Igls.

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