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Neues von Erwin Aschenwald zum Thema Kindesmissbrauch, Bubenburg . . . 4. Juli 2012

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Erwin Aschenwald schreibt:

Was haben öffentliche Auszeichnungen … und zirkumzisierte Kinderpenise miteinander zu tun,

geehrte Damen und Herren des Innsbrucker Gemeinderates?

Nachstehender Text, ein Kommentar zu einem aktuellen Beitrag in der Tiroler Tageszeitung, sollte auch Ihnen, geschätzte Damen und Herren der im Innsbrucker Gemeinderat vertretenen Parteien, eine vom Vergessen bedrohte Thematik neuerlich in Erinnerung rufen.

„Geht’s Euch schon noch gut, liebe Landsleute?
Neidet Ihr Andersgläubigen das Stück abgeschnittener Vorhaut?
Nach der Strafrechtskeule rufen, wegen der armen Kinder? Oder steckt bei den meisten eher der Frust dahinter, dass ‚die‘ jetzt anfangen, Minarette zu bauen und dafür vom Bürgermeister auch noch eine Bewilligung bekommen?

Ihr bigotten Körperöffnungen – da habt’s was, worüber Ihr Euch zurecht aufregen könnt:

Hat auch irgendwie mit ‚Vorhaut‘ zu tun, allerdings weder mit jüdischer noch mit muslimischer …eher mit katholisch – im Sinn von jemanden ‚katholisch machen’….

Seit 1979 läuft ein Mann, ein holländischer Erzieher, immer noch frei herum, der hatte es – nachweislich zwischen 1974 und 1979 – auf die Zipflein der Buben im Allgemeinen und in Einzelfällen auf deren Vorhaut im Besonderen abgesehen:

Er war – selbsternannter – Experte für ‚Phimose-Prophylaxe‘, also der vorbeugenden Behandlung einer Vorhautverengung, die eine medizinische Indikation für eine Zirkumzision darstellt.
Der gute Mann – und er war ein guter Mann, das bestätigte ihm der Heimleiter in einem sehr schönen Dienstzeugnis, als er das Knabenheim nach weiteren, ähnlich wohlmeinenden Handlungen verlassen musste – holte sich also die ‚phimosegefährdeten Büblein‘, bevorzugt die hübschen, etwas mädchenhaften – wir ’schiachen‘ Kinder fragten uns immer, warum wohl immer nur diese mit dem Fluch der verengten Vorhaut belegt waren – und hielt sie an, vor seinem aufmerksamen Blick zu masturbieren; so lange und so kräftig, bis bei manchem, dessen Vorhaut für so wildes Tun tatsächlich zu eng schien, das Blut spritzte.
Langer Rede kurzer Sinn: wenn Ihr Euch schon er- oder zumindest aufregen müsst, dann bitte richtig:
Der Erzieher – Name und Adresse bekannt – konnte seinen Arbeitsplatz, ein Tiroler Knabenheim unter der Führung eines Männerordens – Name, Adresse, korrekte Ordensbezeichnung ebenfalls bekannt – mit einem sehr schönen Dienstzeugnis, das ihm der damalige ‚Pater Direktor‘ – Name ebenfalls bekannt – ausstellte, verlassen und in weiterer Folge im östlichen Teil des Bundesgebietes der Jugendleitung in diversen Sportvereinen – Namen bekannt – frönen.
Leitung und Träger der Einrichtung verzichteten großherzig auf eine Verständigung der Jugendwohlfahrt als Träger der Amtsvormundschaft für die allermeisten Buben, verzichteten in einem Akt christlicher Nächstenliebe auch auf die Verständigung der zuständigen Organe der Strafverfolgung und -rechtspflege.

1984 – so teilte die Staatsanwaltschaft zahlreichen Betroffenen in einem Rundschreiben aus dem Jahr 2010 mit, wurde dem holländischen ‚Zipfelknecht‘ die Gnade der Verjährung zuteil.
1982 schon wurde der Pater Direktor mit dem Sozialehrenzeichen der Landeshauptstadt Innsbruck ausgezeichnet, nachdem er, wie man erfahren musste, schon 1970 einen anderen pädokriminellen Erzieher, einen mehrfachen Knabenvergewaltiger, ebenfalls ohne lästige und bürokratische Befassung der Behörden aus seiner Bubenburg entfernte. Auch in diesem Fall gab es ein Rundschreiben der Staatsanwaltschaft ….. erraten – verjährt!
Ich bitt‘ vielmals um Entschuldigung, liebe Landsleute, dass ich Euch vielleicht Eure Aufregung um die einvernehmliche, unter ärztlicher Aufsicht und unter Narkose vorgenommenen Zirkumzision ein bissl gar lächerlich erscheinen lasse, aber ich muss, wenn ich ‚Vorhaut‘ hör, ganz oft an den ‚Zipfelwascher‘ und – noch öfter in letzter Zeit – an den Pater Direktor, den Vertuscher, denken, ob der nun trotz oder gerade wegen der Vertuscherei sein Sozialehrenzeichen bekommen hat – das nachwievor, trotz allgemeiner Kenntnis der Fakten noch immer nicht aberkannt wurde ……“

http://www.tt.com/Nachrichten/5018970-6/beschneidung-ist-pflicht.csp

Nu, was is‘ jetzt? Auch um die Aberkennung diverser Sozial- und sonstiger Ehrenzeichen an ‚avantgardistische SS- und NSDAP-Angehörige‘, gewaltaffine Kapuziner, die sich Verdienste um die Verfolgungsvereitelung Pädokrimineller im Erziehungswesen ‚erwarben‘ oder in öffentlichen Kinderheimen Gewaltexzesse förderten oder vertuschten, Kommunalpolitiker, die selbstlos einer glänzenden Karriere bei der SS entsagten, um als Gestapo-Offiziere Gutes zu tun …. wurde es in letzter Zeit verdächtig still. Vergangenen Sommer argumentierte man noch mit einer nötigen Änderung des Innsbrucker Stadtrechtes. Nun, seit der vergangenen Gemeinderatswahl, als dieses nun in Kraft getreten ist: SCHWEIGEN …. die kleine Gemeinde Thiersee musste ihre Gemeindeordnung nicht ändern, um per Gemeinderatsbeschluss dem verstorbenen ‚Kinderschänder-Pfarrer‘ die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Also, was ist jetzt? Was braucht es noch, um die bereits vergangenen Sommer versprochenen Aktivitäten endlich – mit einem Jahr Verspätung – umzusetzen?

http://tirv1.orf.at/stories/529047

Mit freundlichen Grüßen
Erwin Aschenwald

PS:
Vielleicht sollten unsere 40 Innsbrucker GemeinderätInnen eine Fortbildungs-Exkursion nach Thiersee machen? Dort bedurfte es keiner Änderung irgendeiner Gemeindeordnung; nur eines veritablen Aufstandes zahlreicher, ob der ursprünglichen Vorgehensweise des Gemeindechefs und des Ortspfarrers ‚extrem angepisster‘ GemeindebürgerInnen. …. und einer breiten Diskussion im Forum von Markus Wilhelms

PPS:

Die Herren Tatzel und Pepeunig hinsichtlich ihres Wirkens im Erziehungswesen, bzw. SS und NSDAP, sowie, aus jüngerer Vergangenheit, die Herren Zobl und Rochelt hinsichtlich ihres Verdienstes auf Kosten der Mitarbeiter und Klienten der Lebenshilfe mögen in den Überlegungen des Gemeinderates ebenso Berücksichtigung finden.

PPPS:
die obige Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; eine Überprüfung allfälliger weiterer Geehrter hinsichtlich des Vorliegens von Gründen für eine Aberkennung verliehener Ehrenzeichen wäre ratsam.

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Kommentare

1. erwin aschenwald - 4. Juli 2012

ein Nachtrag zu einzelnen Kommentaren zum ‚Vorhaut-Beitrag‘ neulich in der TT

richtig: Pater Direktor weilt nicht mehr unter uns; bei seinem Ungeist bin ich mir nicht so sicher. Die beiden von ihm der Strafverfolgung entzogenen Erzieher leben allerdings noch und werden heuer im September in Hans Weiss‘ neuem Buch, dem Tatsachenbericht ‚Tatort Kinderheim’zu Wort kommen.
Klar, es ist alles schon sehr lange her; nur: die Verjährung wurde nicht von den Betroffenen verschuldet, sondern von politischen Verantwortungsträgern, leitenden Mitarbeitern der Jugendwohlfahrt und einer oft ‚zu kooperativen‘ Presse herbeigeführt; hier wurde zumindest fahrlässig verschleppt und verdunkelt.
Diese seinerzeitigen Machenschaften aufzuzeigen und aufzuklären, ist wichtig. Ist ein Signal, dass Vertuschungen – egal in welchem Bereich und welcher Art – irgendwann aufgeklärt werden und die Verantwortlichen, falls sie nicht mehr belangt werden können, zumindest namentlich in der öffentlichen Erinnerung bleiben.. Dies soll einen wesentlichen Beitrag zur Verhinderung künftiger ‚Schmutzereien‘ jeglicher Art darstellen.

natürlich, ich habe ganz bewusst provoziert; einfach deshalb, weil es auffällt, wie intensiv sich der ‚Volkszorn‘ entlädt, wenn es um – durchaus diskussionswürdige – Gebräuche und Gepflogenheiten anderer Kulturen geht.
Das kollektive Schweigen aber, zu den Misshandlungen, Gewaltverbrechen und all den pädokriminellen Aktivitäten in der Geschichte der Tiroler Jugendwohlfahrt hat mich angezipft und geht mir nach wie vor ziemlich auf die Socken.Wenn der Pfarrer einer kleinen Gemeinde sich an den Ministranten vergreift, der Bürgermeister als Mitglied einer SS-Mordbrigade im Wirtshaus mit der Tötung eines Kindes prahlt, wenn SS-Angehörige und Missbrauchsvertuscher erst in der Jugendarbeit versteckt und später, als über Mißstände öffentlich berichtet wird, mit hohen und höchsten Auszeichnungen von Stadt und Land geehrt werden, während ihre Opfer ausgerechnet aus dem Büro des sozialdemokratischen Landesrates als Trittbrettfahrer verunglimpft werden, wenn die Luft, die der Landeshauptmann verbreitet – während er ebenso halbherzig wie öffentlichkeitswirksam Entschuldigungen heuchelt und Versprechungen macht, die nachträglich als nicht so gemeint ‚richtig’gestellt werden – weniger Wert ist, als der Schas eines Tiroler Grauviehs, wenn sich zeitgleich herausstellt, dass sämtliche Versprechungen und Ankündigungen der Stadtpolitik, sich der Thematik der Sozialehrenzeichen-Verleihung an durchaus fragwürdige Mitbürger anzunehmen, sich als kurzfristig wahrgenommene Gelegenheit, in den Medien ‚aufzuwacheln‘ entpuppt, ohne dass irgendwelche weiteren Aktivitäten gesetzt wurden: dann ist halt die Zeit gekommen, neuerlich ‚lästig‘ zu sein und die versprochenen ‚Hausaufgaben‘ einzufordern.

Aussitzen, ihr Apparatschiks, geht nicht (mehr). Haben wir im Vorjahr noch über die Sozialehrenzeichen für den Direktor der Bubenburg, Pater Magnus Kerner und den ‚Aufbauwerk der Jugend-SS-Führer, NSDAP-Mitglied der ersten Stunde und Wallnöfer-Freund‘ Hermann Pepeunig gesprochen, so müssen wir, ein Jahr und etliche leere Versprechungen später, auch über den Westendorf-Heimleiter ‚Watschengassen-Tatzel‘ sprechen, oder auch die Ehrenzeichen für die Herren Zobl und Rochelt sowie deren ‚Verdienst‘ auf Kosten und zu Lasten von MitarbeiterInnen und KlientInnen der Lebenshilfe kritisch hinterfragen.

Mit etwas Überwindung abschließend noch ein Satz zu Königs- oder Althofers – egal wie er sich nennen mag – Meldung zum „selbsternannten Rächer der entrechteten Kinder“: Rache, Herr „Werner Wieauchimmer“, würde anders aussehen … ’selbsternannt‘: nun, ich persönlich hab schon vor, mir das, was mir genommen wurde, zurückzuholen; allerdings nicht via Leserforum, auch nicht via ‚Schänderalmosen‘ irgendwelcher selbsternannter ’sonstwieAnwaltschaften‘ sondern auf der Basis gesetzlicher Regelungen. Und was die entrechteten Kinder anbelangt: durch – Geschmacksache, wie man dies nennen mag – Dummheit, Schlampigkeit oder ein fieses, berechnendes Spiel der Verantwortlichen der Opferschutzhotline des Landes Tirol bzw. mittlerweile auch der Klasnic-Kommission, wurden zahlreiche
Betroffene wegen angeblicher Unzuständigkeit an mich verwiesen bzw. mit Weitergabe meiner Kontaktdaten abgewimmelt.
Auf diesem Weg – und glauben Sie mir, darauf hätte ich sehr gerne verzichtet – wurde ich mit sehr heftigen, tragischen Einzelschicksalen konfrontiert; mit vermeidbarem menschlichen Leid, nicht mit ‚Ereignissen, Fällen, Vorfällen, Begebenheiten, menschlichen Fehlern‘, als das es vor allem im ‚Kirchensprech‘ bezeichnet wird …
Wie komm ich also – wie die Jungfrau zum Kind – dazu, einen (tschuldigung) Scheisshaufen, eine Baustelle aufzuräumen, deren Bewältigung von Leuten, die dazu nicht zu knapp bezahlt werden, schon viel zu lange mutwillig oder aus Unfähigkeit vereitelt wird.

Darf ich darüber – bitte – wütend und höchst angepisst sein und mir dies gelegentlich auch anmerken lassen?


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