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FPÖ: Die Hetze geht weiter. Ein offener Brief. 2. April 2012

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Es muss aufhören, es muss endlich aufhören!

Die Hetze gegen Menschen aus anderen Nationen.

Die Hetze gegen jene Österreicherinnen und Österreicher, die sich für die Verwirklichung der Menschenrechte und ein rechtlich einwandfreies Verhalten gegenüber Zuwanderen einsetzen.

Der Führer der FPÖ, Heinz Christian Strache, denunziert alle als „Gutmenschen“ (was egal wäre, aber ein Nazi-Begriff ist) und unterschiebt jenen, die sich für Humanität einsetzen,  auf seiner Facebook-Seite, diese würden Verbrechen tolerieren und sich für Kriminelle einsetzen. Letzteres mag ja noch, im Zusammenhang mit dem Anliegen der Resozialisierung vereinbar sein, aber den Vorwurf der Toleranz gegenüber Verbrechen ist eine der übelsten Vorwürfe, die jemals öffentlich erhoben wurden.

Das ist pure Politik der Verleumdung, Aktion zur Rufschädigung und eine Verletzung der Ehre. Alles drei Tatbestände, mit denen sich die Gerichte auseinanderzusetzen haben.

Das Neueste aber ist, dass Herr Strache eine pauschale Beleidigung und Denunziation gegenüber Menschen aus der Türkei betreibt, indem er eine Karikatur aus der „Neuen Freien Zeitung“ als „treffend“ bezeichnet. Diese Karikatur hat Ähnlichkeit mit jenen Machwerken, mit denen die Nazi-Hetzschrift „Stürmer“ während des Nationalsozialismus gegen jüdische Mitbürger, Sinti und Roma und andere Personengruppen hetzte und sie in übelster Weise diffamierte.

Er schreibt:

  1. HC Strache

vor 8 Stunden

Eine treffende Karikatur aus der NFZ!

(Auszug aus der Facebook-Seite)

Zur in diesem Beitrag apostrophierten Karikatur  gibt es ein paar Details anzuführen:

a) Die Verwendung der türkischen Flagge unterliegt in der Öffentlichkeit einer strengen Kontrolle. Viele Türken betrachten dabei die Flagge als „unantastbar“. Verdreckte, verblichene, zerfledderte und Flaggen mit Löchern sollen nicht verwendet werden. Die Benutzung von beschädigten Flaggen beziehungsweise von Flaggen, die nicht der oben genannten Spezifikation entsprechen, wird geahndet und der Besitzer aufgefordert, diese durch eine neue, der Spezifikation entsprechende Flagge zu ersetzen.

 

b)Der Halbmond und Stern sind klassische Symbole des Islam. Der weiße Stern steht in genauer Relation zum Halbmond: verbindet man die beiden Spitzen des Halbmonds mit einer Linie, dann wird ein Sternstrahl diese Linie berühren. Die Konstellation (Halbmond und Stern) ist nicht zentriert, sondern absichtlich vom Design her näher an den Fahnenmast gerückt. Der Halbmond selbst findet seinen Ursprung im Mittelalter bei Osman, dem Gründer des mächtigen Reiches der Ottomanen. Das türkische Symbol des Halbmonds und Stern prägte bereits Ende des 19. Jahrhundert auch die Symbolik anderer Landesflaggen umliegender Regionen und ist heute als pan-islamisches Symbol unverkennbar und weltberühmt.
Text mit freundlicher Genehmigung von Flaggenlexikon.de

 

c)Laut Artikel 300 des türkischen Strafgesetzbuches steht die Beleidigung der Fahne unter Strafe:

Wer die türkische Fahne durch Zerreißen, Verbrennen oder durch andere Mittel öffentlich beleidigt, wird mit einer Gefängnisstrafe zwischen einem und drei Jahren bestraft.

 

aus Wikipedia: In Österreich kann die öffentliche Verunglimpfung von Hoheitszeichen gemäß § 248 Abs. 1 StGB mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Ebenfalls ist die unbefugte Nutzung oder der Missbrauch eines Hoheitszeichens strafbar.

(Ende der Zitate)

Es reicht. Das Maß der Unsäglichkeiten durch eine so genannte Partei, die sich angeblich der Bundesverfassung und damit auch den Menschenrechten, der Freiheit der Religions-Ausübung und der Gleichheit aller Menschen verbunden und verpflichtet fühlt, ist voll.

Alle öffentlichen MandatarInnen, also auch die Nationalratsabgeordneten und allen voran Herr Strache, haben einen Eid darauf geleistet, die Bundesverfassung einzuhalten.

Das Bekenntnis zu einer Karikatur, die offensichtlich nicht nur eine ganze Bevölkerungsgruppe in Österreich, sondern auch alle Menschen in der Türkei und auch, durch die Verwendung der Fahne mit den Symbolen des Islam, eine Glaubensgemeinschaft beleidigt, gleicht einem Bruch dieses Eides. Und ist, meiner Meinung nach, auch ein solcher!

Eine derartige Aktion einer Partei, noch dazu manifestiert durch eine Parteizeitung, darf und soll nicht hingenommen werden, ohne dass dies internationale und nationale Konsequenzen hat.

Ich bringe den Sachverhalt an die Öffentlichkeit, denn dieser  Beitrag ist auch ein öffentlicher Brief an die Staats- und Regierungs-Chefs und an die Islamische Glaubens-Gemeinde in Österreich.

Und ich ersuche, das Maß des demokratischen Österreich nicht an dieser Partei und deren Anführer zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Winfried Werner Linde

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Kommentare

1. edriedric - 2. April 2012

Danke für diesen Beitrag, zu dem ich jetzt keinen Kommentar abgeben kann, weil mir die Worte fehlen.

2. Voice of Freedom - 3. April 2012

Herr Lindner, ihr Verhältnis zu den Einwanderern ist nicht ohne einen Zug hündischer Ergebenheit.

wwlinde - 3. April 2012

Lieber den Menschenrechten ergeben, als sich bei der Hetze gegen andere Völker und Glauben ständig übergeben.
Mein Verhältnis zu Einwanderern ist jenes: Ich sehe Menschen und nicht Feinde. Das sollten Sie, als Voice of Freedom auch wissen.

3. Voice of Freedom - 3. April 2012

„Herr Professor Linde“ muß es natürlich heissen. 😉

4. Voice of Freedom - 3. April 2012

Sie „sehen Menschen nicht als Feinde“….ausgenommen Patrioten wie es scheint. Warum solidarisieren sie sich mit der marokkanischen Verbrechergang vom Innsbrucker Hauptbahnhof? Was spricht gegen den Abschub dieser Leute?

wwlinde - 3. April 2012

Da ich annehme, dass sie des Lesens mächtig sind: Wo und in welcher Form habe ich mich mit einer Verbrechergang solidarisiert? Ich bin nur gegen pauschale Hetze – und dazu stehe ich. In meinem Beitrag habe ich hingewiesen, dass es selbstverständlich auch eine andere Seite gibt. Also: Bitte alles lesen und nicht nur das, was selbstgefällig der vorgefassten Meinung entspricht. Noch einmal, für FPler, die begriffstutzig sind: Ich verteidige noch beschwichtige Kriminalität. Aber gegen Pauschalierung habe ich halt was.

5. Voice of Freedom - 3. April 2012

Herr Professor. JEDER Innsbrucker weiss, dass mit dem Plakat ausschließlich die marokkanische Bahnhofsgang gemeint ist. Nur ein Hohlkopf kann annehmen, dass marokkanische Touristen oder gar das Volk von Marokko oder sein König gemeint sind. Sie haben also wegen Verhetzung angezeigt? Prima, dann sitzen sie gemeinsam mit einem exzentrischen Innsbrucker Rest-Kommunisten sowie der wenig demokratischen Regierung Marokkos auf der Seite der Anklage. Bei dieser Gesellschaft halte ich dann lieber zur Seite der Brschuldigten!

6. Voice of Freedom - 3. April 2012

Und der Vorwurf der „Hetzte“ ist absurd. „Mein Herz schlägt für Innsbruck“ könnte man genauso als verhetzend anzeigen. Schließlich könnten sich Bewohner anderer (vielleicht gar ausländischer Städte) dadurch weniger geliebt und daher diskriminiert fühlen. Wer den Pfad des Gesinnungsterrors einschlägt nimmt eine große Verantwortung auf sich, Herr Professor………

wwlinde - 3. April 2012

Sie posten aus der Anonymität. Ich lasse alles so stehen, wie Sie es gesagt haben. Weil Anonymität spricht ja für sich.

wwlinde - 3. April 2012

So viel und dann nichts mehr zur Anonymität:

7. Voice of Freedom - 3. April 2012

Na, na…….sie können ruhig antworten. Seien´s bloß nicht so schüchtern! 😉

8. Voice of Freedom - 3. April 2012

Sie weichen aus. Stellen sie sich meinen Fragen.

wwlinde - 3. April 2012

Ich bin kein Befehlsempfänger. Schon gar nicht von Menschen wie Sie einer zu sein scheinen.
Das ist meine Antwort. Und mehr gibts nicht mehr.
Sagen Sie, wer Sie sind. Sie weichen aus, nicht ich.

Dada. Abend. Heimat.

Den anonymen Bloggern ins Stammbuch.

Weil ich meine Heimat liebe,
bin ich gegen Hetze
gegen Menschen aus anderen Staaten.
Weil ich für Freiheit bin,
lebe ich dem Rechtsstaat.
Weil ich für das Recht bin,
erhebe ich die Stimme gegen Haß.

Ich überlasse das Denken
niemandem anderen
als mir selbst.
Ich bilde mir Meinungen
und lebe die Freiheit,
sie auch zu ändern.

Weil ich meine Heimat liebe,
bin ich für den
aufrechten Gang
der Aufrechten
und nicht das Duckmäusertum
der feigen Anonymen
in Denunzistan.

Dada 2012 lebt.

9. Adalbert Krims - 3. April 2012

Die Kommentare der angeblichen „Voice of Freedom“ sind einfach unerträglich.

10. mpraj - 3. April 2012

@Voice of Freedom
feige aus der anonymität zu posten sagt alles – ihre diktion „hündische Ergebenheit“, “Herr Professor Linde”, „Gesinnungsterror“, „Hohlkopf“ gepaart mit bewussten unterstellungen in dem sie behaupten, dass wwlinde kriminelle handlungen verteidigt oder sich mit einer „Verbrechergang“ solidarisiert entlarvt sie als üblen stänkerer, der leider nicht in der lage ist argumentativ die klinge zu kreuzen. Ihnen fehlt ganz offensichtlich die geistige satisfaktionsfähigkeit.

wwlinde - 4. April 2012

Ab sofort sind alle Posts der Freiheitlichen-Stimme Spams. Causa finita. Nur Beleidigungen im Deckmantel der feigen Anonymität – das lehne ich ab.


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