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Liebe Landsleute in Österreich! Ein Brief,aus gegebenem Anlass. 31. Januar 2012

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Liebe Österreicherinnern und Österreicher!
Liebe Landsleute und Demokraten!

Angeblich würden, nach einer Meinungsumfrage, 28 Prozent die Partei des Herrn Strache, die Freiheitlichen wählen. Eine Partei, deren Vorsitzender immer wieder durch Entgleisungen geistiger Art national wie auch international auf sich (negativ) aufmerksam macht. Und deren Führer sich zunehmend erdreistet, sich in einen Opfer-Status zu manipulieren, obwohl er selbst immer wieder Opfer fordert. Das schadet dem Ansehen Österreichs und damit unser aller Ansehen!
Erinnern wir uns: In der Ballnacht vor kurzem verglich er sich und seine Geistesgenossen mit den jüdischen Mitbürgern, die Opfer der so genannten Reichskristallnacht wurden. Diese Blutnacht war eine von Adolf Hitler und seinen Schergen befohlene Aktion, unter Beteiligung der SA und SS und der zivilen Kommandozentralen, die blutige Ausschreitungen gegen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nach sich zog. Und ungezählte unschuldige Opfer forderte.
Erinnern wir uns: Herr Strache hat im Bundespräsidenten-Wahlkampf Partei ergriffen, für eine Kandidatin, die eine Abschaffung des Straf-Deliktes der Wiederbetätigung im Sinne der NS-Ideologie und damit auch des Deliktes der Leugnung der Konzentrationslager und der darin ermordeten Millionen Menschen goutierte.
Erinnern wir uns: Herr Strache hat den Begriff von Sozialschmarotzern für unsere österreichischen Mitbürgerinnen und Mitbürger geprägt, die die solidarische Hilfe der Allgemeinheit, eine Errungenschaft unserer Demokratie, in Anspruch nehmen.
Erinnern wir uns: Die Freiheitlichen, denen Herr Strache nun vorsteht, haben gemeinsam mit den Exponenten der Volkspartei die Republik und deren allgemeines Vermögen durch so genannten Privatisierungen samt dubioser Zahlungen, die derzeit die Gerichte beschäftigen, systematisch ausgeplündert.
Erinnern wir uns: Herr Strache wird von Menschen unterstützt (von denen er sich nicht distanziert), die offen paramilitärische Einrichtungen planen und geplant haben. Parallelen zur Machtergreifung Hitlers tun sich auf.
Erinnern wir uns.
Diese Republik wird – trotz alledem – weiter in den Herzen der Menschen brennen. Die Demokratie in dieser Republik wird aber ständig durch die unverhohlen hetzerischen Parolen von Herrn Strache und seiner Gesinnungs-Parteigenossen in Frage gestellt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Es geht auch darum, dass Proteste zuweilen von gewaltbereiten Gruppen dazu benutzt werden, jene, denen Demokratie, soziale Gerechtigkeit, die Kultur des Miteinander in Freiheit und Frieden, zu desavourieren. Diese paar Dutzend wichtigmacherischen Leute, die sich Anarchisten nennen, werden von Strache immer wieder als Beispiel gegen den demokratischen Widerstand genannt und der demokratische Widerstand insgesamt damit als gewaltbereit denunziert.
Wir alle wissen, dass auch der Kommunismus Millionen von Opfern gefordert hat, dass den Nationalsozialismus und den Kommunismus auch der totale Denunziations-Staat „verbindet“, die totalitäre Überwachung der Menschen und die Eliminierung der freien Meinungsäußerung.
Das alles muss uns bewusst sein.
Aber rechtfertigt dies jene 28 Prozent (vielleicht sind es schon mehr), die Strache und seine Konsorten an der Macht haben wollen?
Sind wir in Österreich schon wieder so weit, dass wir unverhohlen nach einen starken Mann rufen und nach der Unterdrückung durch dessen Schergen?
Ja, wir sind alle empört. In vielen von uns wächst mit dem Unverständnis auch die Wut.
Statt der Wut aber sollten wir den Mut zeigen: Engagieren wir uns für unser Land, bringen wir all unser Wissen und unsere Fähigkeiten ein – für unser Österreich und dessen Demokratie.
Ein starker Mann allein bringt nur Elend. Viele starke Menschen, Frauen und Männer, verändern die Welt.
Glauben wir an unsere Kraft und unsere Stärke.
Sagen wir Nein zu einer neuen Diktatur und kämpfen wir, bitte, für unsere Demokratie.
Wehren wir allen Anfängen, alte, unselige, grauenvolle Zeiten zum Maß der Zukunftsdinge zu machen!
Lassen wir unsere Republik brennen! In unseren Herzen und in unseren Köpfen!
Der Zukunft, der Freiheit und der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens des Miteinander wegen.
Danke für Eure Aufmerksamkeit.
Euer Mitbürger
Winfried Werner Linde

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