jump to navigation

Mutig in die alten Zeiten 17. Januar 2012

Posted by wwlinde in Allgemeines.
Tags: , , , , , , , ,
trackback

Mutig in die alten Zeiten – Orbans Strache
Eine Notiz zum 17.1.2012

Angeblich will Strachtler, wenn man der APA vertraut, mehr als nur Bundeskanzler sein. Das wäre Bundespräsident oder Führer Marke damals, als es noch nationale Sozialisten oder soziale Nationalisten gab. Motto: Mutig in die alten Zeiten . . .
Der Strachtler Ungarns, Orban, rechter als rechts (ich schreibe das, wohl wissend, dass es das nicht gibt, aber im politischen Schubladensinn ist es notwendig, es so zu sagen) und nationaler und ausgrenzender als je ein Ungar vor ihm, Mitglied der EU-27 (Staats-Chefs), will sich am Mittwoch, 18.1.2012, dem Europäischen Parlament präsentieren. Orban scheint Hitlers „Mein Kampf“ zum Manifest seiner Politik erhoben zu haben und errichtet ständig Stacheldrahtverhaue und Gefängnisse für Andersdenkende, vornehmlich Künstler und Journalisten.
Orban ist also Gast im EU-Parlament.
Das wird die Mölzers und Konsorten von den Vlaams und anderen Blöcken, die in dicht geschlossenen Reihen marschieren, freuen und die Demokraten zumindest irritieren. Nach der Orban-Rede werden sich, da braucht man kein Prophet zu sein, die Demokraten, denen ein Miteinander der Kulturen und Völker ein Anliegen ist und die sich nicht mit nationalem Wahnwitz identifizieren können, duschen gehen müssen. Die geistige und damit persönlich-körperliche Verunreinigung ist abzusehen. Denn auch Beschwichtigungen und Verbal-Bekenntnisse zu Demokratie und Menschenwürde seitens derer von Orbans Gesinnungsgenossen sind nichts als politische Lügen, weil die gelebte und realisierte Politik der Wahrheit von Orbans Strachtlerioten entgegen steht.
Orban hat im ehemaligen Kronland Österreich, das heißt dort, was von diesem übrig geblieben ist, vornehmlich aber in der Kronländer-Hauptstadt ein Pendant, einen Gleichgesinnten, einen Maulhelden der Worthülsen, der aber auch das Kleinbürgertum und dessen Eindimensionalität im Denken anspricht, ja jubeln lässt: HC Strache, der von mir seit geraumer Zeit wegen seiner Kicklerie-Goebbeliaden Strachtler genannt wird – wozu ich stehe, hundertprozentig und dies ist eine politische Aussage, denn der private Zahntechniker und Strachtler ist mir wurscht. Er möge in Frieden leben, aber schweigen, damit ich ihn irgendwann für weise halte.
Aber dem, was er politisch vertritt, diesen Relikten des letzten Jahrhunderts und dessen erster Hälfte, muss man Widerstand entgegen setzen. Und nicht zähneknirschend die Schultern zucken und sagen: Do konn ma jo eh nix mochn, des is amol so . . .
Ich bin ja Optimist. Vielleicht wird der Strachtler weise. Irgendwann. Derzeit strotzt er vor Populismus und kotzt diesen in die Menge. Populismus ist aber immer gepaart mit Dummheit und Maulheldentum bierseliger Kumpanei. Der Bier- oder Abschaum, je nachdem, der Politik.
Strachtler strebt also nach höheren Weihen der Politik und hofft auf des Volkes Stimmen bei Wahlen – bei Reden hat er ja schon das Gebrüll der Massen, wenn er markig und zackig Österreich zuerst und die Angst vor Minaretten in der Landschaft schürt. Bei Aussagen über die Verschleierungen aus Glaubensgründen sei ihm allerdings angeraten, Vorsicht walten zu lassen – zwischen Verhetzung und Verdunkelungen der Taten seiner Effen-Vorgänger liegt nur ein schmaler Kluft der iuris prudentia.
Strachtler will ja auch, im Vorfeld seiner erträumten Führerschaft in Österreich, außenpolitische Reisen unternehmen, um Maßnahmen wie seinerzeit unter der blauschwarzen Vorherrschaft zu verhindern. Auch das erinnert an damals, als der geistesgestörte „Führer“ vor der Machtübernahme 1933 durch Europa reiste.
Wenn man die Nähe Strachtlers zu Putin und den Russen-Milliardären betrachtet, dann kommen mir persönlich und das ist meine Meinung, mehr nicht, Assoziationen zum Hitler-Stalin-Pakt und die Befürchtung, dass das Wort von der „Wiederholung der Geschichte“ doch bis in die Gegenwart wirkt.
So wie der Ungeist von damals in Orbans Strache oder Strachtlers Orban, je nachdem, wie man es sieht.
Dusche gefällig? Es soll nur keine kalte Dusche für die Demokratie und Österreichs Bürgerfreiheiten werden.
Auf dass sich die Vergangenheit Europas nicht in dessen Zukunft brüllt und meine Heimat Österreich mit in den Abgrund reißt.
Winfried Werner Linde

Advertisements

Kommentare

1. Karl Kaider - 17. Januar 2012

Winfried Danke ein Toller Artikel.


Sorry comments are closed for this entry

%d Bloggern gefällt das: