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EU – Zukunft eines Haircuts oder: Was lange währt, wird niemals gut. 27. Oktober 2011

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Zukunft eines Haarschnitts

Die Sprache ist ein echter Hund, der in der EU begraben ist. Da wird immer von Haircut, also Haarschnitt gesprochen und nicht von Milliardenverlusten, die sich mit diesem Haircut ergeben. Diese Milliardenverluste tragen, allgemein verständlich ausgedrückt, nicht die Friseure, sprich: die Politiker, sondern die Regierten, also die Menschen. Denn Haircut hat ja als zweite Bedeutung, merkwürdig, auch jene eines Sicherheits-Abschlages. Die Engländer sind halt manchmal komisch in ihren Anspielungen.
Und jetzt kommt das zweite Phänomen der Sprache: Der Markt, so wird posaunt, dass die Mauern, die die Bürger schon um sich errichtet haben einstürzen, der Markt also, wird sich selbst regeln und das auch annehmen. Der Markt sind wiederum wir Menschlein alle, der Markt ist der Konsum und die Bedürfnisse der Menschen, der Markt wird künstlich erschaffen, durch Marketing, Werbung, Marken und vor allem durch Aktiengesellschaften, deren Anteile wiederum wir Menschen teilweise verwalten. Das meiste Geld liegt entweder auf Sparguthaben oder eben in Anlagen. Genau damit spekulieren die Banken und es ist also abzusehen, wieder vereinfacht ausgedrückt, wer deren Haarschnitt bezahlt.
Das ist nur eine Kehrseite einer ins Dunkel der Zukunft und dort verschwundenen Medaille, die sich die EU-Granden selbst geschaffen haben. Denn schon taucht am Horizont die düstere Vision und Zukunftsperspektive einer Wirtschaftsregierung (Vorsitz: Olli Rehn, Finnland), die für alle Staaten der EU, also für demnächst 28, arbeiten soll. Das wäre, gelinde ausgedrückt, die Aufgabe der Selbstständigkeit der einzelnen Staaten und von deren Eigenverantwortlichkeit. Wenn es eine EU-Wirtschaftsregierung gibt, dann haben die Brüsseler Bürokraten die Herrschaftsgewalt einer Diktatur über das Wohl der Bürger in den Nationalstaaten.
Und dass da keiner komme, mit dem Argument, dass dann, wenn diese Regierung abgelehnt wird, das Friedensprojekt EU scheitert: Die EU entstand aus einer Wirtschaftsunion, der Montanunion und dann der EWG, die letztlich die kleine Freihandelszone, die EFTA, verschlang. Die EU ist also eine Großbanken-, Großkonzerne- und Großversicherungs-Union, die sich den „Markt“, sprich. die Menschen zum Haircut in den Sessel setzt und dann lauthals tönt, dass die Rasur misslungen, der Haarschnitt zu lang geraten ist – es also einen neuen Haircut braucht. Im Stuhl sitzt nicht Frau Merkel oder Herr Sarkozy oder wie die da oben alle heißen, im Stuhl sitzen wir da unten und starren gefesselt auf die Taten, die um uns und mit uns geschehen, weil die Kritiker in den Medien längst mundtot gemacht wurden.
Denn die Medien und deren Macher sind längst von den oben genannten Großbanken, Großkonzernen, Versicherungen und anderen Großgeldgebern abhängig. Die vierte Macht (Medien) ist zur Liebedienerin (nicht jene wie von Berlusviagraconi sind gemeint) der Regierung verkommen, die Parlamente zu Abstimmungsmaschinerien und die Gerichtsbarkeit wird ständig durch die Verwaltung und neue Gesetze ausgehebelt. So, dass man sich an frühere, unselige Zeiten erinnert fühlt. Damals war die Verwaltung (Gestapo) mächtiger als die Gerichte, wenn es, zum Beispiel, um die Einweisung ins KZ ging – was für Millionen den Tod bedeutete (letzteres zur Ergänzung angemerkt).
Was bedeuten dieser Haircut und das Aufmotzen des Bankkapitals für Österreich? Man spricht bei den Volksbanken von einem neuen Kapitalbedarf von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Gesamtsumme der Beteiligung an Haftungen der Republik von über 32 Milliarden soll gleich bleiben.
Folgt man den Wikiopedia-Ausführungen, so hat diese Volksbanken AG folgende Eigentümer:
58,2 % – Volksbanken Holding eGen im Besitz von 63 Volksbanken mit 525.000 Mitgliedern, 5083 Mitarbeitern und 544 Geschäftsstellen (Stand April 2010)
25,0 % – DZ BANK AG aus Deutschland (seit Juli 1996)
10,0 % – Victoria Versicherungsgruppe aus Deutschland
6,1 % – Raiffeisen Zentralbank Österreich AG
0,7 % – Streubesitz
Die Volksbanken AG hat die durch die Krise 2007/2008 ins Trudeln geratene Kommunalkredit gestützt (an der auch die Dexia-Bank, die ebenfalls ins Trudeln geriet, beteiligt war) – mittlerweile ist die Republik die Haupt-Aktionärin zu fast 100 Prozent dieser Kommunalkredit, die vor allem Geldgeberin für die Gemeinde-Projekte war und ist.
Die Volksbanken AG hat 525.000 Mitglieder (siehe oben). Irgendwie muss denen nun durch den Haircut und die Neuschaffung von Kapital ein bisschen mulmig werden . . .
Nach diesem Abstecher nach Österreich nun zum grande finale in der EU: Herr Sarkozy und der Chef des kommunistischen Kapitalisten in China, Ju Hintao, haben telefoniert, der Finanzchef der EU (oder was immer er ist) eilt nach China und Japan und bittet um Übernahme von enigen Verbindlichkeits-Zertifikaten in Hunderten von Milliarden durch China. Es sid europäische Verbindlichkeiten, die da aufgekauft werden sollen und damit hat die Weltmacht im Osten die Möglichkeit, über die Wirtschaft noch mehr Einfluss in der EU und damit der gesamten Wirtschaftswelt zu bekommen. Dass v iele EU-Unternehmen Opfer der chinesischen Billigwaren-Produktion wurden, dass die Chinesen High.Tech-Produkte kaufen, um sie dann in Massen nachzubauen (selbstverständlich als ihre Erfindungen deklariert), das ist im Moment egal. Hauptsache die Chinesen öffnen ihre Tresore und kaufen faulende Verbindlichkeiten aus der Ausgleichs-(Haircut-)Masse Griechenlands, Irlands und Portugals. Wie es mit Italien und Spanien weiter geht, wie das alles letztlich endet, darüber weiß keiner Bescheid. Hauptsache scheint, dass man über die nächsten Wahltermine drüberkommt und dass das Volk kuscht und beruhigt ist. Und kauft, damit der Markt ….. siehe oben.
Ja selbst Japan, gegen dessen Schuldenberg der griechische ein Hügel ist, soll dazu motiviert werden, faule Anleihen zu kaufen.
Und dann wird weiter spekuliert und die Gewinner aus dieser EU-Aktion, bei der die Masse aller Bürger die Haare gelassen hat, sind wieder nur die üblichen Verdächtigen – die Massen-Spekulanten, die Reichsten der Reichen sozusagen, die sich keinen Deut um Arbeit und Brot für die Massen scheren.
Das sind nur einige Gedanken. Die nächsten Haircuts kommen sicher – in spätestens einem halben Jahr. Dann aber bebt Europa, denn da ist Italien dran.
Die Mafia wartet schon.
Winfried Werner Linde

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