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Ist es Wut, ist es Verzweiflung? 21. Juni 2011

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Ist es doch Wut, so ist es eine der Verzweiflung.

Es ist schon merkwürdig, wieviel Klebstoff manche blauen Recken wie der Herr K. auf dem Hintern haben und wieviel Papp im Kopf: Da leitet einer eine E-Mail an eine Nazi-Seite weiter und behauptet, ein anderer, natürlich ein linker und Chaot, der zudem Polizist sei, habe diese weiter geleitet. Und muss sich nun prompt vom Gericht der Lüge überführen lassen.
Das Maß ist voll: Wer mit Küssel und den Neo-Nazis kooperiert, wer Homophobie predigt und Rassismus, wer gegen die Kirche wettert, ohne einen Grund zu haben und den Kardinal beleidigt, dem soll zwar Barmherzigkeit zuteil werden, aber in der Politik, der ordentlichen, der sauberen, der lügenfreien, der toleranten hat er nichts verloren.
Die Staatsanwaltschaft ist nun aufgefordert, einen Auslieferungsantrag für ein Verfahren wegen des Verdachtes der nationalsozialistischen Wiederbetätigung und der Verhetzung an das Parlament zu stellen und nichts weiter zu verzögern, trotz der Tatsache, dass selbstverständlich auf für Herrn Königshofer die Unschuldsvermutung gilt.
In Deutschland, wo keine wirbellosen Mandatare agieren, wäre er schon längst in der rechten Kloake der Geschichte verschwunden. Aber die Blauen haben noch nie den aufrechten Gang gemocht, nur das mit vorgebeugtem Körper lauthals verkündete Beschimpfen des politischen Gegners sowie das Durchtauchen durch diverse am Rande des Nazitums angesiedelte Aktionen.
Treu deutsch bis in die letzten Phrasen, Programmatisches muss man suchen und die Kleingeister laufen ihnen nach, weil Macht lockt und weil man endlich einmal aus der Enge des Biertisches in die noch geistigere Enge von Parteiversammlungen will.
Der im Facebook die HCS –Seite aufruft, der bekommt, an Hand der Konterfeis, ein Bild, davon, was das –Ausnahmen bestätigen die Regel – für Typen sind, die sich da formieren.
Zurück zu Herrn K. Er zitiert so gerne Rosa Luxemburg und vergisst dabei immer zu sagen, dass es genau die Unmenschen seiner Geisteshaltung waren, die sie und Karl Liebknecht ermordeten. Ein Anbiederungsversuch an Linke (die er ohnedies immer als Chaoten beschimpft), der schon im Ansatz scheitern muss. Eine Angeben mit historischem Wissen oder auch nicht. Wer mit den Neo-Nazis kooperiert, der stellt sich auf eine Stufe mit diesen Polit-Rabauken und kahlgeschorenen Gewalttätern.

Man wird zum Wutbürger und man wird verzweifelt. Wohin geht diese Republik?

Wir brauchen wieder einen Journalismus von unten. Die Themen liegen auf der Straße, wie Günther Wallraff sagte.
Und wir brauchen Bildungs-Menschen und nicht Sitzenbleiber, die klar Nein sagen zu den Tendenzen, deren Ausgeburten in den Reihen der Effen zu finden sind.
Es gibt viel zu tun, für Demokraten, in den nächsten Monaten und Jahren. Es gilt Wut und Verzweiflung zu überwinden und selbst, gemeinsam mit anderen, aktiv zu werden.
Das Ende der Ichlinge ist gekommen, wie ein Buchtitel lautet.
Wir brauchen das Wir.
Zum Wehren jener Anfänge, die in die Grausamkeit von Ausgrenzung und in die Niedertracht der politischen Lügen führen.
Gemmas an. Gemeinsam.
Winfried Werner Linde

Dazu:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110621_OTS0287/oellinger-extremist-koenigshofer-hat-im-parlament-nichts-verloren

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