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Lyudmila Alexeyeva 6. Januar 2010

Posted by wwlinde in Allgemeines.
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Es war eher ein Zufall, dass ich auf das Schicksal dieser russischen Dissidentin gestoßen bin. Für sie herrscht Redeverbot, Unfreiheit, Einschränkung der bürgerlichen Rechte, die in einem angeblich so westlich orientierten Staat Selbstverständlichkeiten sein sollten.

Sie heißt Lyudmila Alexeyeva.

Nun gelten Russland wie auch das kommunistische China als Hoffnungsländer für die Wirtschaft des Westens und Milliarden von Dollars und Euros fließen von dort.

Man braucht sich nicht lange zu fragen, woher es kommt: Es ist Blutgeld, es kommt aus den Quellen des KGB, es wurde durch Ausbeutung der ArbeiterInnen erworben und es ist auch zum großen Teil Schwarzgeld, das weiß gewaschen werden soll, indem sich die Oligarchen in westliche Firmen einkaufen und dort in Immobilien, Fabriken, Aktiengesellschaften und andere Wirtschaftsbetriebe investieren.

Nun gut, man kann auch im Westen bei manchen Unternehmen sagen, dass sie auf Kosten des Humankapitals, also der Arbeitenden, ihre Monstergewinne schreiben.

Aber der Unterschied ist, dass es eben in den Ländern Russland und China keine Meinungsfreiheit gibt, dass Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Mitglieder der politischen Opposition und andere Dissidenten ein Höchstmaß an Unfreiheit erleiden.

Wie auch immer: Es gibt Russland als Mitglied des Europarates, zumindest hat es dort einen Status, es gibt also hier die klare Vorgabe, dass die BürgerInnen-Rechte gewährleistet werden müssen. Es gelten die Menschenrechte, die Gleichheit für alle Menschen, die Meinungsfreiheit, die Gewissensfreiheiten.

Wer diese Freiheiten ignoriert, ist es nicht wert, dass man mit ihm kommuniziert. Eine EU, die sich Sanktionen gegen EU-Mitglieder wegen einer Regierung mit FP-Beteiligung überlegte, sollte erst recht in so einem Fall handeln.

Die Forderung, dass alle wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen auf Eis gelegt werden müssen, solange es solche Unfreiheiten gibt, besteht zu Recht und wird jetzt auch von dieser bescheidenen Stelle aus erhoben.

Investitionen in Österreich hin, Blutgeld darf nicht weiß gewaschen werden.

Freiheit für alle, die wegen ihrer Meinung in Gefängnissen eingekerkert sind.

Sofort.

 Winfried Werner Linde, Schriftsteller, Österreich.

Hier noch ein Link: http://www.robertamsterdam.com/deutsch/2008/01/gesichter-der-opposition-lyudmila-alexeyeva-teil-i.html

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